Frauen auf Vollzeitstellen unterrepräsentiert; Rheinland-Pfalz

Frauen auf Vollzeitstellen unterrepräsentiert

In der Landesverwaltung von Rheinland-Pfalz arbeiten zwar zunehmend Frauen, jedoch selten auf Vollzeitstellen. Der Frauenanteil ist seit der Einführung des Landesgleichstellungsgesetzes (LGG) 1995 kontinuierlich gestiegen, von 2008 bis 2010 um 1,7 Prozentpunkte auf 51 Prozent. Der vierte Bericht der Landesregierung über die Umsetzung des LGG belegt jedoch auch, dass der Frauenanteil sinkt, wenn anstelle der Personenzahl das entsprechende Beschäftigungsvolumen ausgewiesen wird. Dann liegt der durchschnittliche Anteil bei 47 Prozent. „Teilzeitarbeit ist eine Domäne der Frauen“, stellt Frauenministerin Irene Alt (Grüne) fest. 79 Prozent der Teilzeitbeschäftigten waren weiblich. Bei den Vollzeitbeschäftigten betrug der Anteil der Frauen 39 Prozent. Von den in den Jahren 2008 bis 2010 neu eingestellten Landesbeschäftigten waren 64 Prozent weiblich. Im Schuldienst betrug ihr Anteil 71, im übrigen Landesdienst 51 Prozent. Auch in Leitungsfunktionen sind Frauen dort überdurchschnittlich stark vertreten. Im gesamten Landesdienst ist nur knapp ein Drittel der Leitungspositionen mit Frauen besetzt. Dies zählt die Landesregierung mit zu den Gründen für eine Reform des LGG. Neben dem Mentoring-Programm „Mehr Frauen an die Spitze!“ seien zusätzlich Personalmaßnahmen erforderlich, betont Alt. Das LGG müsse noch wirksamer und effizienter werden.

Quelle: Beamten-Magazin 10/2012

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