CDU-Fraktionschef will Personalabbau aufschieben; Sachsen

CDU-Fraktionschef will Personalabbau aufschieben

Der DGB Sachsen begrüßt den Vorschlag aus der CDU, den Personalabbau im öffentlichen Dienst zeitlich hinauszuschieben. Der Vorsitzende der Landtagsfraktion, Steffen Flath, hatte gesagt: „Ein Blick auf die Lebenswirklichkeit zeigt, der Personalabbau muss zeitlich gestreckt werden.“ Er verwies auf Schwierigkeiten, die geplanten Zahlen bei der Polizei und im Bildungsbereich bis 2020 zu erreichen. Dort seien Kompromisse ausgehandelt worden. Sachsens stellvertretender DGB-Vorsitzender Markus Schlimbach kommentierte: „Der Lehrermangel und die Überlastung bei der Polizei sind ein Hinweis darauf, dass bereits jetzt beim Personalabbau übertrieben wurde.“ Bis 2020 soll die Zahl der Landesbeschäftigten um etwa 16.000 sinken. Schlimbach betonte, bei der Personalplanung müsse die starre Fixierung auf Haushaltszahlen beendet werden. Er forderte eine umfassende Aufgabenplanung für den öffentlichen Dienst. „Wir werden in den kommenden Jahren steigende Schüler- und Studentenzahlen haben“, sagte Schlimbach. „Dafür müssen vorausschauend Lehrkräfte geplant werden.“ Darüber hinaus müsse das Land in die Ausbildung junger Menschen investieren, denn schon jetzt sei der öffentliche Dienst überaltert. Ein Datum, bis wann sich der Personalabbau verzögern soll, nannte Flath nicht. „Dann wäre, salopp gesagt, der Druck vom Kessel.“ Der Politiker betonte, nicht auf die Kürzungen verzichten zu wollen.

Quelle: Beamten-Magazin 07/08.2012

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