GEW: Bedingungen für Lehrer verbessern; Hessen

GEW: Bedingungen für Lehrer verbessern

Die GEW Hessen kritisiert die Forderungen des Landesrechnungshofs nach Personalabbau und Schulschließungen. Der Landesvorsitzende Jochen Nagel wies sie als einseitig und nicht sachkompetent zurück. „Zurückgehende Schülerzahlen müssen vielmehr endlich zu einer Verbesserung der schulischen Bedingungen genutzt werden“, forderte Nagel. Kleinere Klassen und ausreichende Kapazitäten für Vertretungsunterricht für erkrankte Lehrerinnen und Lehrer verbesserten die Qualität schulischer Bildung, sagte er. Dazu trage es auch bei, wenn die Arbeitszeit der hessischen Lehrerinnen und Lehrer, die bundesweit am höchsten sei, gesenkt würde. Wie angespannt die Situation in den Schulen sei, zeigten beispielsweise die Debatten um die Anrechnung von Referendarsunterricht auf die Lehrerversorgung und die Streichung von Tutorenstunden in der gymnasialen Oberstufe. „Gerade in Hessen gibt es im Bildungsbereich keine versteckten Sparstrümpfe“, unterstrich Nagel. Der Rechnungshof hatte in seinem Jahresbericht prognostiziert, die Zahl der Schülerinnen und Schüler sinke bis 2020 um etwa 25.000. In manchen Landkreisen würde dann ein Viertel der Schüler fehlen – daher könnten Schulen zusammengelegt werden.

Quelle: Beamten-Magazin 06/2012

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