„Bahnmitarbeiter müssen Millionen Überstunden leisten“; Bahn

„Bahnmitarbeiter müssen Millionen Überstunden leisten“

Die EVG dringt auf Lösungen für „die immer drängender werdenden Personalprobleme bei den Eisenbahnen“. In einer „Frankfurter Erklärung“ fordern die Gewerkschafter „eine langfristige und belastbare Personalplanung, die insbesondere die Altersstruktur in den Unternehmen berücksichtigt“. Das Papier mit dem Titel „Mehr Verkehr – mehr Mobilität – mehr Personal“ haben 160 Betriebsräte  unterzeichnet. Weitere Forderungen sind familienfreundliche Arbeitszeiten, planbare Freizeit sowie Schichten, bei denen die auswärtigen Übernachtungen auf ein Minimum beschränkt sind. Die EVG wirft dem bundeseigenen Bahn-Konzern eine fehlerhafte Personalpolitik vor. Ihren Angaben zufolge machen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 6,4 Millionen Überstunden. Diese Mehrarbeit entspreche 4.000 Stellen. „Mittlerweile müssen viele Mitarbeiter Millionen von Überstunden leisten, um den Betrieb der Eisenbahnen überhaupt noch aufrechthalten zu können“, berichtet der stellvertretende Vorsitzende der EVG, Klaus-Dieter Hommel. Er kritisiert, in den vergangenen Jahren habe niemand darauf geachtet, Nachwuchs zu gewinnen. Das Durchschnittsalter der Beschäftigten liege bei 45,9 Jahren. Eine Bahnsprecherin widersprach: „Wir stellen so viele neue Mitarbeiter ein wie Jahre nicht mehr, wir bilden deutlich mehr aus.“ Laut Personalvorstand sollten pro Jahr 5.000 bis 7.000 neue Beschäftigte eingestellt oder ausgebildet werden.

Quelle: Beamten-Magazin 06/2012

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