EVG und ver.di schließen Kooperationsvertrag ab; Gewerkschaften

EVG und ver.di schließen Kooperationsvertrag ab

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) und die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) wollen ihre Zusammenarbeit im Verkehrssektor verstärken. Dazu unterzeichneten die beiden Gewerkschaften einen Kooperationsvertrag, in dem unter anderem tarifpolitische Ziele festgelegt wurden. „Die zukünftige engere Abstimmung und Kooperation in tarifpolitischen Fragen ist für die Beschäftigten im Verkehrsbereich ein positives Signal“, betonte ver.di-Bundesvorstandsmitglied Christine Behle. Nach der Gründung der EVG am 1. Dezember 2010 hatten die beiden Gewerkschaften beschlossen, einen entsprechenden Vertrag auszuarbeiten.

Als Ziele definieren beide Gewerkschaften, gemeinsame soziale und tarifliche Mindeststandards festzulegen und umzusetzen. Branchen- und Flächentarifverträge sollen weiterentwickelt werden. Die Beschäftigungsverhältnisse im Verkehrssektor sollen verbessert, Lohn- und Sozialdumping verhindert werden. Um ihre tarifpolitischen Ziele abzustimmen, das gemeinsame Vorgehen und Mindeststandards festzulegen sowie tarifpolitische Strategien zu erarbeiten, sollen Tarifausschüsse gebildet werden. Primäres Ziel ist ein einheitliches Tarifniveau im Straßenpersonenverkehr eines Bundeslandes. „Die vorgesehenen Ausschüsse sorgen für ein abgestimmtes Vorgehen und große Transparenz“, erklärte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner.

Zugleich wurde festgelegt, welche Gewerkschaft in welchem Betrieb die Federführung in tarifpolitischen Themen und die Gesamtverantwortung hat. Hierfür wurden sämtliche Unternehmen, in denen es bislang Doppelzuständigkeiten gibt, erfasst und bewertet. Nunmehr ist geregelt, wie sich das Organisationsfeld gestaltet und in welchen Fragen die EVG bzw. bei welchen Themen ver.di verantwortlich zeichnet. „Mit diesen Festlegungen gestalten wir die Zukunft, schaffen logische Verantwortlichkeiten und sorgen so für die bestmögliche Interessenvertretung der abhängig Beschäftigten“, unterstrichen beide Vorstände.

Quelle: Beamten-Magazin 04/2012

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