DGB: Frauen bleiben benachteiligt; Thüringen

DGB: Frauen bleiben benachteiligt

Der DGB stellt fest, dass Frauen in der öffentlichen Verwaltung Thüringens „nach wie vor stark benachteiligt sind“. Daher ist für ihn nicht nachvollziehbar, weshalb in dem überarbeiteten Entwurf für ein neues Gleichstellungsgesetz im öffentlichen Dienst die Formulierung Förderung von Frauen geändert wurde in Förderung des unterrepräsentierten Geschlechts. In der Begründung zum Entwurf erklärt die Landesregierung selbst, dass Frauen in Führungspositionen unterrepräsentiert sind. Ihr Anteil an den Abteilungsleiterpositionen in der oberen Landesverwaltung betrage lediglich 4,1 Prozent, an den Referatsleiterposten 21, 3 Prozent. Wenn die Landesregierung angesichts der von ihr vorgelegten Zahlen diese Formulierung wähle, entstehe der Eindruck, dass von der Benachteiligung von Frauen abgelenkt werden solle, findet der DGB. Bei der Überarbeitung hat die Landesregierung weitere Vorschläge des DGB aufgegriffen, etwa für den Fall, dass Zielvorgaben des Gleichstellungsplans nicht erreicht werden. Die Einstellung weiterer Männer in Bereichen, in denen zu wenige Frauen vertreten sind, hängt dann von der Zustimmung der nächsthöheren Dienststelle ab. Bereits in die erste Gesetzesvorlage waren Vorschläge aus einem eigenen Entwurf des DGB eingeflossen.

Quelle: Beamten-Magazin 03/2012

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