GEW: Personalkonzept wirkt ruinös; Sachsen-Anhalt

GEW: Personalkonzept wirkt ruinös

Die GEW Sachsen-Anhalt warnt vor einer Personalplanung der Landesregierung mit „zerstörerischen Auswirkungen“. Die Umsetzung des Personalentwicklungskonzepts 2011 hätte zur Folge, dass bis zum Schuljahr 2019/20 an den Schulen mindestens 4.000 Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiter fehlen würden, stellt der GEW-Landeshauptausschuss fest. „Dies wird zu einer Reduzierung des gegenwärtigen schulischen Angebots um cirka 20 Prozent führen.“ Die 17.000 Lehrerinnen und Lehrer, die derzeit unterrichten, würden bei stabilen Schülerzahlen benötigt, um den Unterricht zu garantieren, erörtert der GEW-Landesvorsitzende dem Finanzminister in einem Brief. Spätestens ab 2014 müssten alle Lehrer, die aus dem Dienst ausscheiden, durch Neueinstellungen ersetzt werden. Die im Personalentwicklungskonzept vorgesehenen jährlichen Zugänge reichten dafür jedoch nicht einmal ansatzweise aus, schreibt Thomas Lippmann. Von 2014 bis 2019 sollen Lippmann zufolge 1.400 Lehrer eingestellt werden – 4.000 scheiden dagegen aus. Der Landeshauptausschuss appelliert an die Landesregierung und die Landtagsfraktionen, „diese Entwicklung nicht weiterlaufen zu lassen“. Lippmann: „Sie ist für das Schulsystem und die Beschäftigten des Landes ruinös.“ Minister Jens Bullerjahn (SPD) entgegnete auf Lippmanns Schreiben, Sachsen-Anhalt habe „eine im Ländervergleich überaus günstige Personalausstattung im Schulbereich“. Bei den Parametern Schüler-Lehrer-Relation und Klassengröße nehme es „einen vorderen Platz ein, den es auch nach dem Stellenabbau halten wird“.

Quelle: Beamten-Magazin 02/2012

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