Gewerkschaften verhandeln über Gehaltsplus von 6,5 Prozent; Bund

Gewerkschaften verhandeln über Gehaltsplus von 6,5 Prozent

Ein „echtes Gehaltsplus“ wollen die Gewerkschaften in der am 1. März beginnenden Tarifrunde für die Beschäftigten bei Bund und Kommunen erzielen. Die Erhöhung müsse der täglich erbrachten guten Arbeit gerecht werden und das in den vergangenen Jahren gesunkene Realeinkommen wieder steigern. Die Forderung der Gewerkschaften: Ein Zuwachs von 6,5 Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr Gehalt. Für Versorgungsempfängerinnen und -empfänger wollen sie ein Plus von 7,9 Prozent erreichen. Der DGB kündigte an, in der auf die Tarifverhandlungen folgenden Besoldungsrunde „auf eine entsprechende Anpassung der Besoldungs- und Versorgungsbezüge“ der Beamten und Versorgungsempfänger hinzuwirken. Angesichts wachsender Steuereinnahmen sei es gerechtfertigt, die öffentlichen Beschäftigten am Wachstum teilhaben zu lassen. Der GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut wies darauf hin, dass rückläufige Zahlen geeigneter Bewerbungen bei der Polizei bereits zeigten, „dass der Nachwuchs sich hin zu besseren Perspektiven in der freien Wirtschaft orientiert“. Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich (CSU) kritisierte, die Gehaltsforderungen seien zu hoch. Das Wirtschaftswachstum werde sich 2012 allen Prognosen zufolge „deutlich abkühlen“. Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) befürwortete Lohnerhöhungen deutlich oberhalb der Inflationsrate. Friedrich warnte: „Bei einem zu hohen Lohnabschluss wird der finanzielle Druck noch größer, den laufenden Stellenabbau längerfristig fortzusetzen. Dies gilt insbesondere für die Forderung nach einem Mindestbetrag von 200 Euro, der die Kosten in den unteren Entgeltgruppen deutlich anhebt.“ Er erwarte „schwierige Verhandlungen.“ Die Gewerkschaften vertreten darin unter dem Motto „Wir sind es wert“ zwei Millionen Tarifbeschäftigte.

Weitere Informationen:

Der DGB informiert in seinem Internetangebot über die Tarifrunde: www.dgb.de/-/KJL

Quelle: Beamten-Magazin 02/2012

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