Neues zur Riester-Rente; Service

Neues zur Riester-Rente

Altersvorsorge spezial Teil II

Seit 2002 wird die zusätzliche private Altersvorsorge mit der so genannten Riester-Rente staatlich gefördert. Doch auf viele Sparer wirkt die Riester-Rente kompliziert – auch weil sich die gesetzlichen Rahmenbedingungen mehrfach geändert haben. Über die geplanten Änderungen im Jahr 2012 informiert das „Magazin für Beamtinnen und Beamte“ in dieser Ausgabe.

Die wichtigsten Bausteine der Riester-Förderung sind Zulagen und Steuerersparnisse (siehe Altersvorsorge spezial Teil I, Ausgabe 10/2011). Beides muss vom Sparer beantragt werden. In der Praxis hat sich gezeigt, dass viele Sparer ihre staatlichen Zulagen nicht voll ausschöpfen, weil sie die Zulagen nicht rechtzeitig beantragen. Das wirkt sich am Ende negativ auf die Rentenhöhe aus, denn für das Sparergebnis der Altersvorsorge sind sowohl die Eigenbeiträge als auch die staatlichen Zulagen wichtig.

Zulage zur Riester-Rente beantragen

Die Zulagen werden dem Sparer nicht direkt ausgezahlt, sondern fließen als Sparanteil in den Altersvorsorgevertrag. Eigenbeitrag des Sparers und Zulagen bilden so zusammen den Kapitalstock, der in der Ansparphase aufgebaut wird.

Wichtig ist jedoch, die staatlichen Zulagen zu beantragen, damit sie dem Vertrag gutgeschrieben werden können. Grundsätzlich gibt es zwei Wege der Zulagenbeantragung:

Jährlicher Papierantrag

Der Sparer kann die Zulagen jährlich in Papierform beantragen. Der Riester-Anbieter sendet dem Sparer diesen Antrag jährlich nach Ablauf des Beitragsjahres zu. Der Antrag muss dann von der förderberechtigten Person ausgefüllt und unterschrieben zurückgesendet werden.

Einmaliger Dauerzulagenantrag

Empfehlenswert ist ein so genannter Dauerzulagenantrag, der eine jährliche Beantragung entbehrlich macht. Er muss nur ein Mal nach Ablauf des ersten Vertragsjahres ausgefüllt und an den Riester-Anbieter geschickt werden. Der Anbieter beantragt dann automatisch jährlich die Zulagen für den Sparer.

Allerdings sollten Veränderungen in der Lebenssituation, die Änderungen der Zulagenberechtigung mit sich bringen könnten, dennoch dem Riester-Anbieter angezeigt werden. Dies gilt insbesondere für Einkommenserhöhungen zum Beispiel im Rahmen von Tarif- und Besoldungserhöhungen, denn die Anpassung der Beiträge an das Einkommen ist wichtig, damit keine staatliche Förderung verloren geht.

Neuregelungen ab 2012

Die Bundesregierung plant eine Reform der Riester-Rente ab 2012.

Mindesteigenbeitrag von 60 Euro pro Jahr

Zukünftig soll jeder Förderberechtigte – unabhängig von der Art der Förderberechtigung – mindestens 60 Euro pro Jahr in seinen Riester-Vertrag als Eigenbeitrag einzahlen. Das trifft dann auch auf Ehe- und Lebenspartnerinnen und -partner zu, die mittelbar förderberechtigt sind und einen so genannten „abgeleiteten“ Riester-Vertrag für sich abgeschlossen haben. Darüber hinaus können Riester-Sparer, die von der Rückforderung von Zulagen betroffen waren, unter bestimmten Voraussetzungen durch Nachzahlungen auf ihren Riester-Vertrag die volle Zulage rückwirkend erhalten.

Veränderung des Beginns der Auszahlphase

Die Auszahlphase einer Riester-Rente beginnt für die jetzigen Riester-Sparer frühestens mit Vollendung des 60. Lebensjahrs. Das Rentenanpassungsgesetz sieht ab 2012 hier eine Änderung vor. Künftig beginnt die Auszahlung der Riester-Rente frühestens ab dem 62. Lebensjahr. Altverträge sind von dieser Änderung jedoch nicht betroffen. Wer also noch in diesem Jahr einen Riester-Vertrag abschließt, kann weiterhin von der Option Gebrauch machen, sich die Riester-Rente schon ab dem 60. Lebensjahr auszahlen zu lassen.

Veränderung der Garantieverzinsung bei Riester-Rentenversicherungen

Für Abschlüsse ab dem 1. Januar 2012 senkt der Gesetzgeber den Garantiezins von Lebens- und Rentenversicherungen auf 1,75 Prozent. Auch von dieser Neuregelung sind bereits bestehende Riester-Verträge nicht betroffen. Wird also ein Riester-Rentenversicherungsvertrag noch bis zum 31. Dezember 2011 abgeschlossen, bleibt es für die gesamte Laufzeit bei der derzeit höheren Garantieverzinsung von 2,25 Prozent. Die Gesamtverzinsung einschließlich der nicht garantierten Überschussbeteiligung ändert sich durch die Absenkung des Garantiezinses aber nicht.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.Das-RentenPlus.de

Quelle: Beamten-Magazin 11.-12/2011

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