Bausteine der Riester-Rente; Service

Bausteine der Riester-Rente

Altersvorsorge spezial Teil I

Wer „riestert", kann für die private Vorsorge eine Menge Geld vom Staat erhalten. Seit 2002 wird die private Altersvorsorge durch Zulagen und steuerlichen Sonderausgabenabzug gefördert. Das kann sich auch für Beschäftigte im öffentlichen Dienst lohnen. Das „Magazin für Beamtinnen und Beamte" informiert in dieser und der nächsten Ausgabe über die wichtigsten Bausteine der Riesterförderung und über geplante Änderungen bei der Riester-Rente ab 2012 (nächste Ausgabe).

Riesterförderung für Tarifbeschäftigte, Beamte und deren Angehörige

Zum förderberechtigten Personenkreise gehören unter anderem
- Pflichtversicherte in der gesetzlichen Rentenversicherung und Auszubildende,
- Beamtinnen und Beamte sowie Beamtenanwärter
- Mütter und Väter in einer anzurechnenden Erziehungszeit
Auch Ehe- und Lebenspartnerinnen und -partner, die nicht unmittelbar förderberechtigt sind, können die Riesterförderung in Anspruch nehmen. Sie sind mittelbar förderberechtigt und können einen eigenen Riester-Vertrag abschließen.

Eigenbeitrag und Zulagen

Der unmittelbar Förderberechtigte erhält die Zulagen in Abhängigkeit von seinen geleisteten Beiträgen (Eigenbeiträge). Die volle Zulage beträgt 154 Euro pro Person. Zusätzlich erhalten Eltern kindergeldberechtigter Kinder jährlich eine maximale Zulage von 185 Euro je Kind. Für Kinder, die ab dem 1.1.2008 geboren wurden, gibt es sogar eine Zulage von 300 Euro je Kind. Jungendliche bis 25 Jahre erhalten beim Abschluss eines eigenen Riester-Vertrages einmalig einen so genannten „Berufsstarterbonus" von 200 Euro als Zulage in ihrem Vertrag gutgeschrieben.

  

Die volle staatliche Zulage erhält der Sparer, wenn für das gesamte Kalenderjahr der Mindesteigenbeitrag geleistet wurde. Dieser beträgt vier Prozent des im jeweiligen Vorjahr erzielten Bruttoeinkommens. Das heißt, Eigenbeitrag und staatlicher Zulage müssen mindestens vier Prozent des Vorjahreseinkommens (max. 2.100 Euro) betragen. Wurde der Beitrag nur anteilig erbracht, wird die Zulage auch nur anteilig gezahlt.

Riester-Rente und Steuern

Die Riester-Rente wird zusätzlich steuerlich gefördert. Die Aufwendungen für die Riester-Rente (Eigenleistung + Zulage) können bis zu 2.100 Euro pro Jahr als Sonderausgaben von der Steuer abgesetzt werden. Dazu müssen die Beiträge mit der jährlichen Einkommenssteuererklärung geltend gemacht werden. Der Anleger erhält jährlich vom Anbieter eine Bescheinigung über die gezahlten Altersvorsorgebeiträge, in der die Eigenbeiträge und die Zulagen ausgewiesen sind. Dieser „Kontoauszug" muss mit der Einkommenssteuererklärung vorlegt werden. Ist die Steuerersparnis größer als die Zulagen, zahlt das Finanzamt den Teil der Steuerersparnis, der die Zulagen übersteigt, als Steuerrückzahlung aus. Zinsen und Erträge sind während der Ansparphase steuerfrei, denn die Riester-Rente wird „nachgelagert" in der Auszahlungsphase mit dem Renteneinkommen versteuert.

Spezielle Angebote für Gewerkschaftsmitglieder

Wer sich für eine Riester-Rente entscheidet, hat die Qual der Wahl. Auf dem Markt gibt es zahllose Altersvorsorgeprodukte in verschiedenen Sparvarianten. Gewerkschaftsmitglieder können von speziellen Angeboten profitieren wie zum Beispiel dem Altersvorsorgepaket „Das Renten-Plus", das den besonderen Vorteil eines Gruppentarifs bietet. „Das Renten-Plus" gibt es in den zwei Vorsorgevarianten Riester-Rentenversicherung und Riester-Fondssparplan:
1. Die Riester-Rentenversicherung gilt als solideste Form der privaten Altersvorsorge. Das Kapital wird in eine sicherheitsorientierte Anlage mit einer Garantieverzinsung investiert. Bei Verträgen, die noch bis zum 31. Dezember 2011 abgeschlossen werden, beträgt der Garantiezins für die gesamte Laufzeit 2,25 Prozent. Hinzu kommt eine nicht garantierte Überschussbeteiligung.
2. Der Fondssparplan Uni-Profi-Rente ist eine Anlagemöglichkeit mit hoher Renditechance, bei der gleichzeitig die eingezahlten Beiträge und staatlichen Zulagen zu Beginn der Auszahlphase garantiert sind. Darüber hinaus wird ein mindestens 40-prozentiger Rabatt vom Ausgabeaufschlag gewährt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter  www.das-rentenplus.de

Quelle: Beamten-Magazin 10/2011

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