ver.di-Bundeskongress; Gewerkschaften

ver.di-Bundeskongress

ver.di – Vereint für Gerechtigkeit – lautete das Motto des dritten Bundeskongresses
der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft, der vom 17. bis 24. September 2011 in Leipzig stattfand.

Seit 10 Jahren steht ver.di nunmehr für Werte wie Freiheit, Würde, Gerechtigkeit und Solidarität und tritt für eine sozial gerechte Gesellschaft ein. Auf Initiative von ver.di wurde das Thema Mindestlohn seit vielen Jahren gefordert und nun stehen die Chancen gut, dass es zu einem gesetzlichen Mindestlohn kommt. Im Zusammenhang mit der Euro-Krise fordert ver.di umfassende Reformen für ein soziales und wirtschaftliches Europa und spricht sich für eine Regulierung der Finanzmärkte aus.

Auf dem Kongress wurde die Arbeit und Erfahrungen der letzten vier Jahre bewertet und Vorstellungen für die künftige Arbeit entwickelt. Für den öffentlichen Dienst und für den Bereich der Beamtinnen und Beamten von besonderer Bedeutung sind dabei die Beschlussfassungen für den Erhalt und Ausbau eines leistungsfähigen öffentlichen Dienstes unter der Überschrift „Öffentlich ist wesentlich!". Zentrale Anliegen sind, die weitere Privatisierung öffentlichen Eigentums zu Lasten der Bürgerinnen und Bürger zu stoppen und die Beschäftigungsbedingungen zu verbessern.

Beschlossen wurden auch Anforderungsprofile an ein modernes Beamtenrecht, verbunden mit der Zielsetzung, auf demografische Veränderungen erfolgreich reagieren zu können. Auch in Zukunft gilt es attraktive Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst bereitzustellen. Der Bundeskongress stimmte für Regelungen zur Schaffung eines funktions- und leistungsgerechten Besoldungssystems. Dazu zählt die Forderung nach höherer Bezahlung bei Wahrnehmung höherwertiger Tätigkeiten. Darüber hinaus beschloss der Kongress Maßnahmen im Laufbahnrecht, um u. a. berufliche Aufstiegsmöglichkeiten zu verbessern. ver.di befürwortet die Entwicklung eines ganzheitlichen, umfassenden Finanzierungskonzeptes auf Grundlage des jetzigen Versorgungssystems, um die bisherige „Zahlung nach Kassenlage" zu beseitigen und weitere Kürzungen des Versorgungsniveaus zu verhindern. Dazu hat ver.di kürzlich Eckpunkte zur Finanzierbarkeit und Stabilität der Beamtenversorgung der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Erweiterung von Verhandlungs- und Durchsetzungsrechten ist und bleibt eines der wichtigsten Ziele der nächsten Jahre, wofür sich ver.di in enger Zusammenarbeit mit dem DGB und den anderen Mitgliedsgewerkschaften einsetzen wird. ver.di versteht sich auch in Zukunft als Schutz- und Gestaltungskraft für alle Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

Weitere Informationen:
www.beamte.verdi.de

Quelle: Beamten-Magazin 10/2011

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