In Finanzämtern fehlen 700 Stellen; Berlin

In Finanzämtern fehlen 700 Stellen

ver.di beklagt, dass Berlins Finanzämter nicht einmal mit der Mindestzahl an Stellen ausgestattet sind. Nach der bundeseinheitlichen Berechnung des Personalbedarfs fehlen 712 Arbeitsplätze. Die Senatsverwaltung für Finanzen habe einen Bedarf von 6.720 Stellen berechnet, im Haushalt seien aber nur 6.008 vorgesehen. Eine Ausstattung mit 6.720 Stellen wäre ver.di zufolge „das Mindestmaß, um die ständig wachsenden Aufgaben der Finanzämter quantitativ und qualitativ überhaupt erledigen zu können.“ Die Unterversorgung führe zu erheblichen Einnahmeverlusten, sagt Klaus-Dieter Gössel, Vorsitzender der Fachkommission Steuerverwaltung. Berlin verzichte jährlich auf einen dreistelligen Millionenbetrag an Steuern. Die unzureichende Personalausstattung führe außerdem zu gesundheitlichen Belastungen der Beschäftigten. Der Krankenstand sei erheblich gestiegen, berichtet Gössel. „Auf Dauer können 89 Prozent der Beschäftigten eben nicht 100 Prozent der Arbeit schaffen.“ ver.di fordert den Finanzsenator auf, die fehlenden Stellen für den Haushalt 2012/2013 anzumelden.

Quelle: Beamten-Magazin 09/2011

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