Lehrernachwuchs bekommt keine Stelle; Bayern

Lehrernachwuchs bekommt keine Stelle

Hunderte Lehramtsbewerberinnen und –bewerber haben nach Informationen der GEW in Bayern in diesem Schuljahr keine Anstellung bekommen. Die Übernahmequote beträgt nach Kenntnis der Gewerkschaft an Gymnasien etwa ein Drittel des Prüfungsjahrgangs, an Realschulen knapp die Hälfte. Auch an Grundschulen würden bei weitem nicht alle Bewerber übernommen. Das Kultusministerium habe zwar noch 500 Einstellungen mehr als geplant realisiert, die Zahl der Bewerber aber verschwiegen. Bei 3.000 staatlichen Schulen seien 500 zusätzliche Lehrer nur ein Tropfen auf den heißen Stein, sagt die GEW. Alle ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer sollten übernommen werden, fordert sie. Es fehle Personal für zusätzliche neue Aufgaben, Krankheitsvertretung und intensivere Betreuung von Schülern, die mehr Unterstützung brauchen. Arbeitslosigkeit treffe auch erfahrene, nicht verbeamtete Lehrer. Ihre Arbeitsverträge würden oft nicht verlängert, berichtet die GEW-Landesvorsitzende Gele Neubäcker. Stattdessen würden anderen Bewerbern neue Verträge angeboten. „Damit kann sich das Kultusministerium mit Neueinstellungen rühmen zulasten derer, die aus dem System fallen.“ Neubäcker fragt sich, woher das Geld für die weiteren Einstellungen kommt. Sie befürchtet Einsparungen an anderer Stelle.

Quelle: Beamten-Magazin 09/2011


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