„Landesverwaltung wird arbeitsunfähig“; Sachsen-Anhalt

„Landesverwaltung wird arbeitsunfähig“

Vereinbarungen zum Personalabbau im Koalitionsvertrag der Regierungspartner in Sachsen-Anhalt empören die Gewerkschaften. Ein Korridor von 400 Einstellungen pro Jahr reiche nicht einmal aus, um den Bedarf an Lehrerinnen und Lehrern zu decken, erklärt die GEW. Nach Angaben von ver.di wäre für die übrigen Bereiche wie Justiz, Arbeits- und Verbraucherschutz oder Schulaufsicht keine einzige Neueinstellung möglich. „Damit wird auf kaltem Weg die Arbeitsunfähigkeit der Landesverwaltung hergestellt“, empört sich ver.di-Landesbezirksleiter Thomas Voß. Die GdP erinnert daran, dass bereits die vergangenen vier Jahre der Koalition aus CDU und SPD „eine eindeutige Sprache sprechen“. Alle Maßnahmen würden „dem Primat der Kasse und des Personalabbaus“ untergeordnet. Junge, motivierte und nach den neusten Erkenntnissen ausgebildete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter fehlten. Die Mittel für Fortbildungen seien in einzelnen Bereichen auf Null heruntergesetzt worden. Es bleibe ein Rätsel, wie eine Verwaltungsmodernisierung mit überaltertem und kaum fortgebildetem Personal funktionieren solle.

Quelle: Beamten-Magazin 05/2011

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