EVG: Schiene stärken; Bahn

EVG: Schiene stärken

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat die Bundesregierung erneut zu einer energie- und verkehrspolitischen Wende aufgefordert. „Statt ständig dem Drängen der Lobbyisten nachzugeben, sind jetzt mehr denn je mutige und zukunftsweisende Beschlüsse erforderlich“, machte der EVG-Vorsitzende Alexander Kirchner deutlich. Seine Gewerkschaft habe noch im Oktober vergangenen Jahres deutlich gemacht, dass die Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken bis zum Jahre 2037 der absolut falsche Weg sei. Auch in der Verkehrspolitik habe die amtierende Bundesregierung die Weichen völlig falsch gestellt, so Kirchner.

„Was wir dringend brauchen, ist ein überzeugendes Konzept, welchen Energiemix wir in Deutschland wollen und welche Verkehrsträger davon profitieren sollen“, sagte der EVGVorsitzende. Die Antwort auf diese Frage bleibe die Regierung jedoch schuldig; das werde fatale Folgen haben.

„Dabei ist schon jetzt klar: Verkehrsmittel, die mit regenerativer Energie betrieben werden können, gehört die Zukunft“, so Kirchner. Dafür sei die Eisenbahn schon heute ein Musterbeispiel. Kein anderer Verkehrsträger in Deutschland setze so viel „sauberen Strom“ für seinen Betrieb ein wie die Bahn. Der Anteil der regenerativen Energie liege derzeit bereits bei gut 20 Prozent, mit stark wachsender Tendenz. Im Automobilbereich würde die Quote hingegen gerade einmal bei 5 Prozent liegen, bei der See- und Luftfahrt bei 0 Prozent.

„Wenn es der Bundesregierung wirklich ernst ist mit ihrer 2009 auf der UN-Klimakonferenz gegebenen Zusage, den CO2-Anteil deutlich zu verringern, muss jetzt massiv in den Verkehrsträger Schiene investiert werden“, so Kirchner. Das Ziel, beispielsweise den Anteil des Schienengüterverkehrs in den nächsten Jahren von derzeit 17 auf 25 Prozent hoch zu fahren, werde sich nur durch den Ausbau
vorhandener Strecken oder Neubaustrecken realisieren lassen. Dafür fehle aber bislang das Geld – obwohl gerade diese Verlagerung zwingend sei. „Wir müssen noch viel stärker als bisher weg von der Straße“, so der EVGVorsitzende.

Quelle: Beamten-Magazin 03/2011


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