FAQ zur Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft; Service

FAQ zur Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft

Gewerkschaftliche Interessenvertretung, Teil II

Das „Magazin für Beamtinnen und Beamte“ beantwortet in dieser Ausgabe weitere Fragen, die sich nach der im Dezember 2010 stattgefunden Verschmelzung von TRANSNET und GDBA zur Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) stellen.

Wie viele Mitglieder aus welchen Bereichen hat die EVG?

Die EVG hat zum 1. Dezember 2010 rund 240.000 Mitglieder, wovon 210.000 die ehemalige TRANSNET einbringt und 30.000 die GDBA. Darunter sind Busfahrer, Servicekräfte, Binnenschiffer auf dem Bodensee ebenso wie klassische Eisenbahner zu finden.

Wo befinden sich Anlaufstellen für die Mitglieder der EVG?

Um in der Fläche präsent zu sein und eine leistungsfähige Infrastruktur vorzuhalten, werden bundesweit 32 verkehrsgünstig gelegene Geschäftsstellen eingerichtet.

Wie hoch ist der Mitgliedsbeitrag der EVG?

Im Berufsleben stehende Mitglieder zahlen monatlich ein Prozent ihres Bruttoeinkommens, ohne dass dabei Sonderzuwendungen, Urlaubsgeld oder Kinderzulagen eingerechnet werden. Rentner und Rentnerinnen sowie Pensionäre und Erwerbslose zahlen 0,7 Prozent. Auszubildende oder Mitglieder in vergleichbaren Beschäftigungsverhältnissen 0,5 Prozent. Der Mitgliedsbeitrag Hinterbliebener liegt bei 3,50 Euro im Monat.

Wie ist die EVG strukturiert?

Einen Kern bilden die Betriebs- und Dienststellengruppen, in denen betriebliche und behördliche Gewerkschaftspolitik vorbereitet, beraten und umgesetzt wird. Zudem finden sich auf örtlicher Ebene Seniorengruppen. Gebündelt wird dies durch Ortsverbände. Analog dazu werden außerdem Ortsseniorenleitungen, -frauenleitungen und –jugendleitungen gebildet. Auf Länderebene werden Landesverbände gebildet, in denen sich wiederum Vertreter der Ortsverbände, der Frauen, der Jugend und der Senioren wiederfinden. Insbesondere die Verkehrspolitik findet zum großen Teil auf Länderebene statt. Auf dem alle fünf Jahre stattfindenden Gewerkschaftstag werden 300 Delegierte die Gewerkschaftspolitik der nächsten Jahre beschließen und den Geschäftsführenden Vorstand wählen. Zudem findet jedes Jahr ein kleiner Gewerkschaftstag statt, auf welchem die Programmatik für das Folgejahr beschlossen wird. Ein weiteres Spitzengremium ist der Bundesvorstand, dem u. a. die Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstandes, die Vertreter aus den Wahlkreisen und die der Jugend und Senioren angehören.

Wie sieht die Struktur der EVG bis zum ersten ordentlichen Gewerkschaftstag im Jahr 2012 aus?

Der Geschäftsführende Vorstand wird auf diesem erstmals gewählt. Bis dahin gehören ihm Alexander Kirchner (Vorsitzender), Regina Rusch-Ziemba und Klaus-Dieter Hommel, beide als Stellvertreter, sowie Peter Tröge, Heinz Fuhrmann, Wolfgang Zell, Reiner Bieck, Martin Burkert und Wilhelm Bahndorf an. Bis 2012 wird auf der Bundesebene zudem ein Übergangs-Bundesvorstand aus den ehemaligen Gremien TRANSNET-Hauptvorstand und GDBA-Bundesvorstand gebildet. Die jetzigen Ortsverwaltungen der TRANSNET bzw. Ortsgruppen der GDBA bleiben zunächst bestehen. Die Mitglieder aller Gremien auf örtlicher Ebene bleiben bis zur Bildung der neuen Ortsverbände und den Wahlen zu den neuen Vorständen der Ortsverbände, längstens jedoch bis 31. Dezember 2011, im Amt.

Warum wird nicht bereits jetzt gewählt?

Der gesamte Prozess, die jetzt beginnende Übergangsphase, braucht Kontinuität und Ruhe. Es gilt, den Aufbau der EVG aktiv zu gestalten und Erfahrungen einzubringen. Dies tun am besten die, die bereits Verantwortung übernommen und die Bildung der EVG eingeleitet hatten. Deshalb gibt es auch eine Übergangsstruktur.

Quelle: Beamten-Magazin 02/2011


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