Die Kunst ist der Interessenausgleich; Markus Hofmann; Porträt

Die Kunst ist der Interessenausgleich

Im Porträt: Markus Hofmann, Vorsitzender des Hauptpersonalrats der Deutschen Rentenversicherung Bund

24.000 Beschäftigte arbeiten bei der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund, die sich selbst gern als „Unternehmen" bezeichnet und rund 25 Millionen Versicherte, 8 Millionen Rentner und Rentnerinnen sowie 3 Millionen Arbeitgeber im Inland und Ausland betreut und 27 eigene Rehabilitationskliniken betreibt – Dimensionen, die im öffentlichen Dienst der Bundesrepublik ihresgleichen suchen. Markus Hofmann ist seit 1. August 2010 Vorsitzender des Hauptpersonalrats dieser Mammutbehörde. Aber ob nun Großbehörde oder Großunternehmen, der Wechsel in die Personalvertretung war für Hofmann Herausforderung und Verantwortung zugleich: „Die Kunst ist es, einen akzeptablen Interessenausgleich herbeizuführen. Mir geht es darum, das für das Wohl der Dienststelle und für den Erhalt von Beschäftigungsverhältnissen Notwendige zu tun und die Interessen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einzubringen."

Der Verwaltungsoberamtsrat Hoffmann ist Verwendungswechsel gewohnt. Nach dem Abitur ging er für vier Jahre als Zeitsoldat zur Bundeswehr. Im September 1994 kam er zur Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA), heute DRV Bund. Hier absolvierte er das dreijährige Studium als Verwaltungsinspektoranwärter. Anschließend war er Berater und Medienbeauftragter in der Auskunfts- und Beratungsstelle Würzburg der BfA. Im April 2000 wurde Hofmann in den Hauptpersonalrat gewählt, war dort u. a. erster stellvertretender Vorsitzender. Zeitgleich war er als Hauptsachbearbeiter im Servicebereich Kommunikation, Innovation und Koordination der Abteilungsleitung Außendienst eingesetzt. 2004 übernahm Hofmann die Leitung des Verbindungsbüros, zunächst im Pressedezernat und seit Oktober 2005 beim Referat der Geschäftsführung der DRV Bund. Dort knüpfte er politische Kontakte und sorgte für den notwendigen Informationsfluss zwischen Rentenversicherung, Bundesministerien, Fraktionen des Deutschen Bundestages, Bundesrat, Verbänden und Gewerkschaften. Bei so viel Engagement fragt sich, ob da noch Zeit für die Familie bleibt. „Beruf und Familie unter einen Hut zu bringen, ist für Personalräte nicht einfach. Meine Frau ist Betriebsratsvorsitzende, daher wissen wir beide um die Unwägbarkeiten des Mandats. Aber meine kleine Tochter fordert immer wieder erfolgreich die ihr zustehende Aufmerksamkeit ein."

Quelle: Beamten-Magazin 12/2010

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