GdP: Schichtdienst mit 62 Jahren unvorstellbar; Sachsen

GdP: Schichtdienst mit 62 Jahren unvorstellbar

Die GdP Sachsen kündigt weiteren Widerstand gegen den „Sparwahn“ der Landesregierung und eine „Rentnerpolizei“ an. Der Landesvorstand hält es für unvorstellbar, dass Polizeibeamtinnen und -beamte mit 62 Jahren aktiv im Schichtdienst arbeiten. Nahezu alle hätten viele Jahre gesundheitsschädlichen Wechselschichtdienst hinter sich. „Der Krankenstand in der Polizei steigt seit Jahren an“, stellt der GdP-Landesvorsitzende Hagen Husgen fest. „Dies ist eine Folge der hohen Arbeitsbelastung.“ Mit der geplanten Dienstrechtsreform soll die Lebensarbeitszeit der Beamtinnen und Beamten steigen. Polizistinnen und Polizisten im mittleren und gehobenen Dienst sollen bis zum vollendeten 62. Lebensjahr und Beschäftigte des höheren Dienstes bis zum 64. Lebensjahr arbeiten. Einzelne Gruppen könnten jedoch weiter mit 60 Jahren in den Ruhestand gehen. „Die Macher dieser Dienstrechtsreform haben keine Ahnung, was sie hier planen“, kritisiert Husgen. Laut Finanzministerium reiche eine Dienstzeit von über 20 Jahren in der Spezialeinheit SEK, um mit 60 Jahren in den Ruhestand zu gehen. „Da die Altershöchstgrenze für Angehörige des SEK bei 35 Jahren liegt, müsste die Polizei künftig 15-Jährige einstellen“, erläutert Husgen. Eine längere Lebensarbeitszeit sei zudem unvereinbar mit dem geplanten Abbau von 2.400 Stellen. Im September protestierten bereits Tausende gegen Kürzungen.

Quelle: Beamten-Magazin 11/2010

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