Ausbildungsquote auf niedrigem Niveau; Bund

Ausbildungsquote auf niedrigem Niveau

Die Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag hat sich der Ausbildung im öffentlichen Dienst angenommen und wollte in einer Kleinen Anfrage wissen, wie viel Auszubildende es in den letzten zehn Jahren gab, wie hoch der Migrantenanteil war und in welchen Berufsbildern ausgebildet wurde. Die Abgeordneten knüpften an die Zahlen des Berufsbildungsberichts 2010 der Bundesregierung an. Danach habe es, so Die Linke, für 2009 zwar einen Zuwachs der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im öffentlichen Dienst gegeben, für die Jahre davor weise der Bericht aber einen gravierenden Rückgang der Ausbildung aus. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge im Jahr 2009 habe sich im Vergleich zu 1999 sogar um über 1.200 Verträge verringert und verharre seit zehn Jahren auf ähnlichem – niedrigem – Niveau. Die angeführte Ausbildungsquote von 2,4 Prozent (3,7 Prozent 2009) im öffentlichen Dienst wird von der Bundesregierung jedoch bestritten, weil es sich dabei um den Anteil der Ausbildungsverträge in dualen Ausbildungsberufen im öffentlichen Dienst handle. Ebenso bestritten wird die durchschnittliche Ausbildungsquote von 5,6 Prozent. Der Bericht weise eine Quote von 6,6 Prozent über alle Wirtschaftszweige hinweg aus. Die Bundesregierung beantwortete die Fragen der Linken auf der Grundlage der Personalstandsstatistik des Statistischen Bundesamts. Danach wurden im Jahr 2000 227.164 junge Menschen ausgebildet, davon 6,4 Prozent im Beamtenverhältnis, 2009 waren es 197.268 Auszubildende, davon 5,7 Prozent in einer Beamtenlaufbahn. Von 20.031 Auszubildenden im dualen System hatten 2009 19.575 eine deutsche, 459 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Von letzteren wiederum kamen 120 aus der EU, 249 aus dem übrigen Europa.

Quelle: Beamten-Magazin 11/2010


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