Der Teamgeist sichert den Fahndungserfolg; Ulrich Weber; Porträt

Der Teamgeist sichert den Fahndungserfolg

Im Porträt: Ulrich Weber, Polizeihauptkommissar

Osthessen, also die Region zwischen Fulda, Rotenburg, Bad Hersfeld und Alsfeld, gehört wohl zu den beschaulicheren Flecken der Republik. Ordnungswidrigkeiten und Straftaten sind dennoch an der Tagesordnung. Die zu bekämpfen ist Aufgabe von Ulrich Weber und seiner „Fahndungsgruppe“ im Polizeipräsidium Osthessen. In der Direktion Verkehrssicherheit/Sonderdienste leitet Weber die Operative Einheit. Neun Männer und eine Frau sind auf den Straßen Osthessens unterwegs und überwachen den Verkehr auf den überörtlichen Verkehrswegen, den Autobahnen A 7, A 5 und A 4 im Norden bis zur A 66 im Süden sowie auf den überörtlichen Bundes- und Landesstraßen. Schwerpunktmäßig bekämpft die operative Einheit Straftaten, wie den Drogenkonsum am Steuer und ist dabei sehr erfolgreich. 50 Prozent ihrer Dienstzeit verbringen die Beamtin und ihre Kollegen im Außendienst. „In Zivil und mit Dienstwagen der oberen Mittelklasse schwimmen sie so mit“, erläutert Weber. Mithilfe von Verdachtsrastern fischen die Beamten die Verkehrsteilnehmer heraus, auf die bestimmte Kriterien zutreffen. „Die Trefferquote liegt bei rund 33 Prozent“, verrät der 41-Jährige, „rund ein Drittel der kontrollierten Personen wird vorläufig festgenommen.“ Der Festnahme folgen – je nach Schwere der Straftat – einige Stunden, manchmal auch mehrere Wochen Bearbeitung des Falles auf der Dienststelle. Ulrich Weber ist selbst nur noch selten im Außendienst, aber wie seine Kollegen arbeitet er im Schichtdienst. Der Polizeihauptkommissar plant die Einsätze und stellt vier Wochen im Voraus die Personaleinsatzpläne auf. Bei der Personalführung benötigt er gutes Gespür und ein sicheres Händchen. Die Kollegin und Kollegen sind motiviert und engagiert. „Die schlimmsten Dienste“, erinnert sich Weber an eigene Erfahrungen, „sind die auf einer Wache, wo nichts passiert.“ Zwar ist das Fallaufkommen im ländlichen Raum Osthessens nicht so hoch wie etwa in Frankfurt. Dafür müssen viele verschiedene Aufgaben gebündelt und koordiniert werden. Häufig bitten auch die Fachkommissariate um Unterstützung. Dann übernehmen Weber und seine Leute Observationen, ermitteln in Diebstahls-, Betrugs- oder Drogendelikten oder vollstrecken Haftbefehle. Wirklich brenzlige Situationen seien selten, sagt Weber, „aber man muss immer vorbereitet sein und sich blind aufeinander verlassen können.“

Quelle: Beamten-Magazin 09/2010

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