DGB kritisiert Rückzug des Staates; Bund

DGB kritisiert Rückzug des Staates

Prekäre Beschäftigungsverhältnisse entsprechen nicht dem, was sich Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hierzulande wünschen und vorstellen. 92 Prozent der Beschäftigten suchen dem DGB-Index Gute Arbeit zufolge verlässliche und dauerhafte Arbeitsplätze. Für den DGB heißt die arbeitsmarktpolitische Konsequenz deshalb: Beschäftigungspolitik muss auch mit dem Ausbau von Beschäftigung im öffentlichen Dienst einhergehen. Er ist der Schlüssel zur Vollbeschäftigung. Statt der besorgniserregenden Lage auf dem Arbeitsmarkt mit einem Ausbau der Beschäftigung im öffentlichen Dienst zu begegnen, sei der Rückzug des Staates regelrecht greifbar, heißt es in einer Analyse des Gewerkschaftsbundes dazu. Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst sei mit einem Anteil von etwa 10 Prozent an der Gesamtbeschäftigung in den letzten zehn Jahren stark zurückgegangen. Die Versorgung mit öffentlichen Dienstleistungen in den Bereichen Bildung, Gesundheit und Pflege sei teilweise mangelhaft. Andere europäische Länder, so der DGB, haben in dieser Hinsicht einen Vorsprung. In den skandinavischen Ländern und in Frankreich liege der Anteil des öffentlichen Dienstes an der Gesamtbeschäftigung weit über 25 Prozent. Großbritannien, die Niederlande und die USA lägen mit über 15 Prozent im Mittelfeld, Deutschland, Griechenland und Polen seien die Schlusslichter. Wäre der Anteil der Beschäftigung im öffentlichen Dienst Deutschlands also in etwa so hoch wie in Großbritannien, könnten Arbeitsplatzlücken in nicht unerheblichem Maße geschlossen werden, meint der DGB.

Quelle: Beamten-Magazin 08/2010



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