Weichenstellungen; Susanne Dannhauser; Porträt

Weichenstellungen

Im Porträt: Susanne Dannhauser, Technische Hauptsekretärin

Für die Fahrt zu ihrem Arbeitsplatz in der Nürnberger Innenstadt nutzt sie das Fahrrad. In den Urlaub geht es mit dem Motorrad. Und die Strecken zu den Austragungsorten der deutschen Ranglistenturniere legt die passionierte Dart-Spielerin mit ihrem Arbeitgeber zurück: Der Deutschen Bahn. Auf ein Auto kann Susanne Dannhauser, die als technische Hauptsekretärin bei der DB ProjektBau GmbH beschäftigt ist, also gut verzichten. Das Unternehmen ist am 1. Januar 2003 als Tochtergesellschaft gegründet worden und betreut und realisiert Großprojekte im Bereich der Eisenbahninfrastruktur. Zu diesen Projekten gehört auch die geplante Hochleistungstrasse Nürnberg – Berlin. Mit dem südlichsten Teilabschnitt des Verkehrsprojektes Deutsche Einheit Nr. 8, der Ausbaustrecke Nürnberg – Ebensfeld, und der S-Bahn-Verbindung Nürnberg – Forchheim ist Dannhauser derzeit befasst. Seit fünf Jahren arbeitet sie im Bestellwesen, übermittelt Bedarfsanforderungen und bestellt Planungsund Bauleistungen bei Ingenieurbüros und Baufirmen. „Die Schiene, auf die ich gesetzt worden bin, war genau die Richtige für mich“, berichtet sie im Eisenbahnerjargon, denn der Wechsel in die kaufmännische Abteilung kam eher unerwartet. „Das war eine große Herausforderung für mich“, erinnert sich die 43-Jährige, „aber es war gut, mal was komplett anderes zu machen. Heute arbeite ich völlig selbständig.“ Begonnen hatte nämlich alles ganz anders und ganz geradlinig war der Weg nicht. Nach der Ausbildung zur Bauzeichnerin bei der Deutschen Bundesbahn hat Susanne Dannhauser zunächst ein dreiviertel Jahr lang als Küchenkraft in verschiedenen Kantinen der Bahn gearbeitet, bevor sich schließlich Perspektiven auftaten, in ihrem Ausbildungsberuf zu arbeiten. 1991 begann sie ihre Ausbildung zur technischen Bundesbahnassistentin, die sie 1993 abschloss, kurz bevor mit der Bahnreform von 1994 auch die Möglichkeit endete, bei der Deutschen Bahn die Beamtenlaufbahn einzuschlagen. Danach war Dannhauser als Bauzeichnerin in der Brückenplanung beschäftigt. Den Neubau der S-Bahn-Strecke Nürnberg – Roth hat sie vom Spatenstich bis zur Fertigstellung 2001 begleitet. Heute kann sie auf technische und kaufmännische Kenntnisse gleichermaßen zurückgreifen. „Das vermittelt auch Sicherheit“, sagt Dannhauser und blickt zuversichtlich in die Zukunft für die Zeit nach Inbetriebnahme der Strecke 2017.

Quelle: Beamten-Magazin 07/2010

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