Mut, neue Wege zu gehen; Klaus-Dieter Homel; Gastbeitrag


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Mut, neue Wege zu gehen

Der GDBA-Vorsitzende Klaus-Dieter Hommel zum geplanten Zusammenschluss von GDBA und TRANSNET

Die geplante Verschmelzung von TRANSNET und GDBA zu einer neuen Verkehrsgewerkschaft ist der logische und richtige Schritt, um auch künftig die Interessen der Beschäftigten im Organisationsbereich erfolgreich vertreten zu können. Seit Jahren kooperieren beide Gewerkschaften auf unterschiedlichsten Gebieten erfolgreich miteinander, u. a. haben sie eine gemeinsame Tarifgemeinschaft gegründet. Das so entstandene gegenseitige Vertrauen ist die Basis einer immer enger werdenden Zusammenarbeit. In dem jetzt laufenden Prozess werden alle Entscheidungen in einem sehr intensiven, offenen und transparenten Dialog mit den Gremien und Mitgliedern getroffen. Die Vorschläge und Wünsche der Mitglieder werden berücksichtigt. Die neue Verkehrsgewerkschaft wird und muss sich durch mehr Mitgliedernähe auszeichnen! Wir werden deshalb neue Wege der Betreuung der Beschäftigten im Betrieb gehen. Die verschiedenen Statusund Mitgliedergruppen werden gleichberechtigt vertreten. Die neue Verkehrsgewerkschaft wird sich – wie es TRANSNET und GDBA seit langem in ihren Satzungen festgeschrieben haben – zum Berufsbeamtentum in der Bundesrepublik bekennen. Das Bekenntnis ist für viele GDBA-Mitglieder eine wesentliche Voraussetzung für die Zustimmung zur Verschmelzung mit der TRANSNET. Denn neben tarifvertraglichen Regelungen für die Arbeitnehmer/innen werden für die Beamtinnen und Beamten im Bahnkonzern auch künftig besondere gesetzliche Regelungen erforderlich sein. Einen Widerspruch zu den gewerkschaftsund tarifpolitischen Zielen der neuen Gewerkschaft sehen wir nicht. Das Verfahren wird seit 1994 problemlos praktiziert. Die Gründung einer neuen Verkehrsgewerkschaft aus Organisationen unterschiedlicher Dachverbände ist ein Signal dafür, in den Dachverbänden wie auch in den einzelnen Gewerkschaften über die Ausgestaltung der Arbeit in der Zukunft nachzudenken. Die sich entwickelnde Zusammenarbeit zwischen dem dbb und dem DGB, aber auch zwischen dem dbb und ver.di ist ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings verläuft dieser Prozess aus unserer Sicht zu langsam. Zudem ergeben sich immer dann Konflikte, wenn vermeintlich organisationspolitische Interessen tangiert werden. Gerade hier will die neue Verkehrsgewerkschaft andere Wege gehen: Wir setzen auf Kooperation und Zusammenarbeit und nicht auf Abgrenzung. Die Gründung einer neuen Verkehrsgewerkschaft richtet sich nicht gegen einen Dachverband oder eine andere Gewerkschaft, sondern dient ausschließlich der Stärkung der Interessenvertretung. Gemeinsam müssen wir versuchen, möglichst viele Beschäftigte gewerkschaftlichzu organisieren. Mit dem Mut, neue Wege zu gehen, sollte uns das gelingen.

Quelle: Beamten-Magazin 07/2010

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