„Bildung ist MehrWert!“; Gewerkschaften

„Bildung ist MehrWert!"

Warnstreiks, Kundgebungen und öffentliche Sit-Ins unter dem Motto „Aussitzen gilt nicht!" – vielfältig waren die Protestaktionen, mit denen Lehrerinnen und Lehrer in der ersten Maiwoche in fast allen Bundesländern ihrem Unmut Luft gemacht haben. Aufgerufen hatten GEW und dbb tarifunion, nachdem die Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nach fünf Verhandlungsrunden über eine Länder-Entgeltordnung für Lehrkräfte die Kernforderungen der Gewerkschaften zurückgewiesen hatte. In Deutschland gibt es gut 200.000 angestellte Lehrkräfte. Für sie fordert die GEW einen Länder-Tarifvertrag, der eine bessere und einheitliche Bezahlung sichern soll. Bei den Verhandlungen am 28. April in Berlin hatte die GEW noch einmal auf eine Positionierung der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) in Grundsatzfragen gedrängt. „Die Arbeitgeber sind jedoch weiter nicht bereit, wissenschaftlich ausgebildete Lehrkräfte genau so zu bezahlen wie andere Akademiker im öffentlichen Dienst. Obwohl auf Master-Abschlüsse umgestellt wird, sollen Lehrkräfte weiter schlechter behandelt werden. Grundschullehrer etwa sollen weiter abgehängt bleiben. Dabei ist längst klar, dass die Grundschulbildung zentrale Bedeutung für Schulerfolg und weiteren Lebensweg der Kinder hat", sagte GEW-Vorstandsmitglied und -Verhandlungsführerin Ilse Schaad. „Die Gewerkschaften wollen eine tarifliche Lösung für alle angestellten Lehrkräfte. Ausbildung und Tätigkeit müssen die entscheidenden Kriterien für die Eingruppierung sein. Zudem dürfen Ost-Lehrkräfte nicht länger gegenüber den in den westlichen Bundesländern Ausgebildeten benachteiligt werden. Das weisen die Arbeitgeber zurück." Die Protestierenden machten deutlich: Unsere Geduld ist am Ende. Sie erwarten rasch ein akzeptables Angebot von Arbeitgeberseite.

Quelle: Beamten-Magazin 05/2010




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