Eine gute Ausbildung ist wichtig – für alle; Karl Zimmermann; Porträt

Eine gute Ausbildung ist wichtig – für alle

Im Porträt: Karl Zimmermann, Industriemeister – Technische Wagenbehandlung – Eisenbahn

Die offizielle Berufsbezeichnung von Karl Zimmermann klingt sperrig: Industriemeister der Fachrichtung technische Wagenbehandlung im Bereich Eisenbahn. Für das, was er tut, dürfte ihm die Wertschätzung und Dankbarkeit zahlloser Bahnkunden gewiss sein. Karl Zimmermann stellt sicher, dass die Wagen und Züge der DB Regio Mittelfranken betriebssicher und verkehrstauglich sind. Er ist verantwortlich dafür, dass Reisezüge in technisch einwandfreiem Zustand rechtzeitig bereitstehen. In den Abstellanlagen werden die Wagentechnik überprüft und Bremsproben durchgeführt. Bei Außen- und Innenuntersuchungen werden Laufwerk, Wagenkasten, Türen, die Zug- und Stoßrichtung, Heizung/Klimaanlage, Beleuchtung, Lautsprecheranlage und Toiletten geprüft. „Schäden oder Mängel werden nach Möglichkeit sofort behoben“, erläutert Zimmermann, „wenn das nicht geht, veranlasse ich die Reparaturmaßnahmen.“ Bei betriebsgefährlichen Schäden werden die Wagen ausgesetzt und in die Reisezugwerkstatt geschickt. Dass da eine enorme Verantwortung auf den Schultern des 50-Jährigen lastet, ist nicht von der Hand zu weisen. „Es ist noch kein Zug entgleist, den ich angeschaut habe“, blickt Zimmermann auf 18 Jahre in seinem Job zurück. Genau genommen, ist der Wagenuntersuchungsdienst (WUD), der mit 12 weiteren Kollegen rund um die Uhr besetzt ist und in Schichten geleistet wird, aber nur ein Teil des noch recht jungen Berufsbildes. Daneben plant Karl Zimmermann den Personaleinsatz und erstellt die Arbeits- und Dienstpläne für den WUD. Seit 2004 ist er auch als Ausbilder tätig und vermittelt Zugbegleitern, Rangierern und Wagenmeistern Grundkenntnisse der Brems- und Wagentechnik. Sein Arbeitsplatz ist der Nürnberger Hauptbahnhof, aber als Ausbilder für DB Regio Bayern ist er auch in München und Würzburg tätig. In seiner Freizeit engagiert sich Karl Zimmermann zusammen mit Freunden für das Schulprojekt Basandol in Nepal. Heute werden dort 303 Kinder von 15 Lehrern unterrichtet. „Auch für diese Kinder ist eine gute Ausbildung wichtig“, bekräftigt Zimmermann sein Engagement. „Das Projekt ist eine Chance, etwas zu bewirken.“

Quelle: Beamten-Magazin 02/2010

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