Gemeinsam für eine systematische Gesundheitsförderung; Dr. Hans Bernhard Beus; Interview

Gemeinsam für eine systematische Gesundheitsförderung

Das Gesundheitsmanagement in der Bundesverwaltung soll besser werden. Darin sind sich Bundesregierung, Deutscher Gewerkschaftsbund und dbb beamtenbund und tarifunion einig und haben eine „Gemeinsame Initiative zur Förderung des Gesundheitsmanagements in der Bundesverwaltung“ unterzeichnet. Das „Magazin für Beamtinnen und Beamte“ hat mit dem Staatssekretär im Bundesministerium des Innern Dr. Hans Bernhard Beus über Ziele der Vereinbarung und Erwartungshaltungen gesprochen.

Was hat das BMI bewogen, mit den Gewerkschaften eine Initiative für ein besseres Gesundheitsmanagement in der Bundesverwaltung auf den Weg zu bringen?

Qualifizierte, motivierte und gesunde Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die wichtigste Ressource für einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst. Mit Blick auf das steigende Durchschnittsalter unserer Beschäftigten und den hohen Krankenstand in den Behörden ist es wichtig, dass wir gemeinsam die Gesundheit der Beschäftigten zu einem Thema machen. Hinzu kommt, dass die Bundesverwaltung eine im Vergleich zur übrigen Erwerbsbevölkerung insgesamt deutlich höhere Altersstruktur hat. Der Anteil der 45- bis 64-jährigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird in fünf Jahren bei rund 70 Prozent liegen. Darum müssen wir jetzt handeln und uns gemeinsam mit den Personalvertretungen für eine systematische
Gesundheitsförderung in der Bundesverwaltung einsetzen.

Die Initiative beinhaltet vorerst viele Absichtserklärungen. Wie sollen die gemeinsamen Ziele umgesetzt werden?

Es ist die Aufgabe von allen Beteiligten – Arbeitgebern, Gewerkschaften, Personalvertretungen, Führungskräften und Beschäftigten – die gemeinsamen Ziele der Initiative in der täglichen Arbeit mit Leben zu füllen. Insbesondere die Verantwortlichen in den Behörden müssen jetzt dafür sorgen, dass das Gesundheitsmanagement fester Bestandteil ihrer Personal- und Organisationsentwicklung wird.

Was erwarten Sie von den Partnern, mit denen zusammen Sie die Initiative unterzeichnet haben?

Wir haben die Initiative im gegenseitigen Vertrauen auf die Unterstützung aller Partner unterzeichnet. Das heißt, dass sich Arbeitgeber und Gewerkschaften aktiv für die Gesundheitsförderung einsetzen und das Gesundheitsmanagement in den Behörden voranbringen. Das soll in einem offenen und partnerschaftlichen Dialog erfolgen.

Was versprechen Sie sich mittelfristig von der „Gemeinsamen Initiative zur Förderung des Gesundheitsmanagements in der Bundesverwaltung“?

Der Erfolg der Initiative misst sich daran, ob sie ihre Ziele erreicht. Zuerst geht es vor allem darum, den Anteil der Fehlzeiten und die dadurch verursachten krankheitsbedingten Kosten in der Bundesverwaltung zu senken. Die gemeinsame Initiative ist hierfür eine wichtige Voraussetzung, sie kann aber die Verantwortung des Einzelnen für seine Gesundheit nicht ersetzen.

 Zur Person

  • 1949 in Hamm (Westfalen) geboren
  • Studium der Rechtswissenschaft in Marburg und Tübingen
  • 1977 Finanzverwaltung des Landes Nordrhein-Westfalen
  • 1979 Bundesministerium des Innern (BMI): Tätigkeit in verschiedenen Abteilungen
  • seit 1993 Abteilungsleiter für den öffentlichen Dienst im BMI
  • 2004 Abteilungsleiter im Bundespräsidialamt
  • 2006 Staatssekretär im Bundesministerium des Innern
  • 2007 Staatssekretär im Bundeskanzleramt (Vertretung Staatsministerin Müller)
  • seit 2008 Staatssekretär im Bundesministerium des Innern und Beauftragter der Bundesregierung für Informationstechnik



Quelle: Beamten-Magazin 01/2010





mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Newsletter | Kontakt | Datenschutz | Impressum
www.beamten-informationen.de © 2019