Das städtische Grün im (Über-)Blick; Erika Pietsch; Porträt


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Das städtische Grün im (Über-)Blick

Im Porträt: Erika Pietsch, Gartenbau-Ingenieurin

Rund 29.000 Straßenbäume gibt es im Bezirk Spandau in Berlin und jeder einzelne ist im Grünflächen-Informationssystem von Erika Pietsch im Naturschutz- und Grünflächenamt der Bezirksverwaltung verzeichnet. Außerdem alle Grünanlagen, Parks, Spiel- und Sportplätze, Schulhöfe, das so genannte „Verkehrsgrün“ und das „Begleitgrün“ an öffentlichen Gebäuden. Pietsch weiß, wo Bänke stehen und an welchen Stellen Papierkörbe aufgestellt sind. Die Informationen erhält sie von den Kolleginnen und Kol legen aus der Grundstücksverwaltung, der Bauleitung oder aus den Revieren, die Zugang zu den Flächen und Détailkenntnisse aus den Bestandsplänen haben. Größe, Eigentumsverhältnisse und Pflege- oder Baumpaten schaften sind im Katastersystem verzeichnet, wo den Flächen eine Nummer zugeordnet wird. Hierüber oder über andere Suchkriterien findet die Gartenbau-Ingenieurin – wenn der Datentransfer reibungslos funktioniert – in ihrer Datenbank alle Einzelheiten. Die Flächen sind durch Luftbildaufnahmen kartiert. An den Farben erkennt sie, ob es sich um Rasenflächen, Beetanlagen oder Gewässer handelt und welcher Pflegestufe die Flächen zugeordnet sind. „Stauden- oder Sommerblumenbeete sind besonders pflegeintensiv. Die Uferpromenaden an der Havel mit Rasenflächen und Bäumen kommen dagegen mit weniger Pflege aus“, erläutert Pietsch. Durch den Kostendruck in den öffentlichen Kassen gebe es immer weniger Flächen der höchsten Pflegestufe. Flächen, die ursprünglich intensiv angelegt wurden, werden dann zu Wiesenoder Rasen flächen, wenn die intensive Pflege mit immer weniger Gärtnern und Gartenarbeitern und immer größer werdenden Flächen pro Arbeitskraft nicht mehr sichergestellt werden kann. Die Pflege von Sportplätzen und Schulhöfen werde heute in der Regel ohnehin an private Dienstleiter vergeben ebenso die „Papierkorbrunden“. Das Grünflächen-Informationssystem liefert u. a. die Informationen für die berlinweite Grünanlagenstatistik der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, aber Pietsch beantwortet auch die Anfragen des Stadtrats und geht Beschwerden der Bürgerinnen und Bürger nach. Nicht allen Wünschen kann entsprochen werden: „Wir konnten unmöglich so viele Hundetüten-Stationen aufstellen, wie es der einmal von einem Anwohner akribisch berechnete Hundetüten-Bedarf erfordert hätte“, erinnert sich Pietsch schmunzelnd an das gewissenhaft begründete Anliegen eines Spandauer Bürgers.

Quelle: Beamten-Magazin 12/2009



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