Gleiche Ausbildung – gleicher Lohn; Gewerkschaft

Gleiche Ausbildung – gleicher Lohn

Seit Mitte September werden zwischen der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) und den Gewerk schaften Tarifverhandlungen über eine Länder-Entgeltordnung (LEGO) geführt. Erstmals soll die Eingruppierung angestellter Lehrkräfte tarifvertraglich vereinbart werden. Die GEW fordert, dass künftig alle akademisch qualifizierten Lehrkräfte entsprechend ihrer Ausbildung und unabhängig vom Lehramt eingruppiert werden. Die Gewerkschaft will außerdem erreichen, dass alle Lehrkräfte höher eingruppiert werden. Die Forderungen sind nicht neu: Seit Jahren kämpft die GEW für eine gleichwertige Ausbildung auf Universitätsniveau für alle Lehrämter und eine entsprechende Bezahlung. Durch die Tarifreform im öffentlichen Dienst 2005/2006 seien die Tabellenwerte u. a. in der Entgeltgruppe 11 (u. a. Grund- und Hauptschullehrkräfte) gegen - über den früheren BAT-Vergütungen deutlich gesunken. Sie lägen heute unter dem Brutto vergleich barer Beamter. Das verstoße gegen den Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Ziel der GEW: Entgeltgruppe 14 für alle voll ausgebildeten Lehrerinnen und Lehrer an Schulen. Zum Auftakt der Tarifverhandlungen im September in Berlin demonstrierten rund 200 Lehrerinnen und Lehrer für diese Forderungen. Ilse Schaad, Verhandlungsführerin der GEW, unterstrich die Notwendigkeit einer neuen Eingruppierung: „Die Lehrkräfte wollen mindestens einen Aus gleich für die teils massiven Einkommensverluste, die sie mit der Ablösung des BAT durch den TV-L erlitten haben“. Die Länder wären gut beraten, wenn sie den Lehrerberuf attraktiver machten, da die gesamte Bundesrepublik auf einen massiven Leh rer mangel zusteuere, sagte Schaad. Die Arbeitsbedingungen müssten bundesweit einheitlicher gestaltet werden. Die von einigen Ländern angewandte Strategie, sich die wenigen Lehrkräfte gegenseitig abzujagen, löse das Nachwuchsproblem nicht.

Quelle: Beamten-Magazin 11/2009



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