Altersteilzeit geht leicht zurück; Bund

Altersteilzeit geht leicht zurück

Die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst, die in Altersteilzeit gingen, ist 2008 zum ersten Mal leicht zurückgegangen: gegenüber dem Vorjahr um 0,5 Prozent (s. auch Zahlen, Daten, Fakten, S. 18). Nach den 2006 verschärften Regelungen für die Inanspruchnahme von Altersteilzeit ging die Zahl der Altersteilzeitbeschäftigten beim Bund (einschließlich Bundeseisenbahnvermögen) um 4,4 Prozent auf 30.900 zurück, in den Ländern um 0,8 Prozent auf 122.800 Beschäftigte, bei den Sozialversicherungsträgern ebenfalls um 0,8 Prozent auf 26.500. Nur bei den Kommunen stieg die Zahl der Beschäftigten in Altersteilzeit um 1,9 Prozent auf 71.200. Das Statistische Bundesamt gibt weiter an, dass
sich für das Blockmodell (frühere Beendigung des aktiven Berufslebens) 93 Prozent der Altersteilzeitbeschäftigten entschieden haben. Nur 7 Prozent nutzten das Teilzeitmodell als gleitenden Übergang in den Ruhestand. Von den 232.800 Beschäftigten, die Mitte 2008 das Blockmodell nutzten, befanden sich 131.300 in der Arbeits-, und 101.500 in der Freistellungsphase. Von den Altersteilzeitlern
waren 73.400 Beamte und Beamtinnen (19 Prozent) und 178.000 Arbeitnehmer/ -innen (jede/r dritte). Das Institut Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Universität Duisburg-Essen hat eine Weiterentwicklung der Altersteilzeit-Vereinbarungen gefordert. Regelungen sollen „stärker darauf ausgerichtet werden, gerade Älteren mit besonderen Arbeitsbelastungen einen gleitenden Übergang in die Rente zu ermöglichen“. Aktuelle Ergebnisse des Altersübergangs-Monitors, mit dem die Forscher im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung und des Forschungsnetzwerks Alterssicherung den Übergang zwischen Erwerbsleben und Ruhestand untersucht hatten, zeigten dies. Viele Beschäftigte kämen nicht wegen besonders belastender Tätigkeiten in den Genuss von Altersteilzeit, sondern weil für ihre Betriebe eine entsprechende Regelung bestehe.

Quelle: Beamten-Magazin 10/2009

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