DGB ist gegen Lebensarbeitszeitkonto; Hessen

DGB ist gegen Lebensarbeitszeitkonto

Ein Lebensarbeitszeitkonto für hessische Beamtinnen und Beamte hält der DGB für „völlig inakzeptabel und ungerecht“. Mit diesem Modell nehme die Landesregierung einen Kredit bei den Beschäftigten auf, der erst kurz vor der Pensionierung in Anspruch genommen werden solle, kritisiert der Bezirksvorsitzende Stefan Körzell. Laut Körzell haben Ministerpräsident Roland Koch und Innenminister Volker Bouffier (beide CDU) in einem Brief an die Landesmitarbeiter/ -innen erklärt, dass „in absehbarer Zukunft für eine tatsächliche Arbeitszeitreduzierung der Beamtinnen und Beamten kein Spielraum“ bestehe und stattdessen ein Lebensarbeitszeitkonto eingeführt werden solle. Für Beamtinnen und Beamte, die das 60. Lebensjahr vollendet haben, soll die 40-Stunden-Woche gelten, die 50- bis 60-Jährigen sollen 41 Wochenstunden arbeiten. Für Jüngere ist ein Arbeitszeitkonto vorgesehen. Sie müssen weiterhin 42 Wochenstunden arbeiten, eine Stunde soll auf dem Zeitkonto gutgeschrieben werden und einen früheren Eintritt in den Ruhestand ermöglichen. Körzell fordert statt der „zwangsweisen Einführung von Lebensarbeitszeitkonten“ rückwirkend zum 1. September 2007 die Einführung der 40-Stunden-Woche. Die im Tarifergebnis für den öffentlichen Dienst vereinbarten 40 Stunden müssten auf die Beamtinnen und Beamten übertragen werden. Außerdem fordert Körzell, dass das Land mehr Ausbildungsplätze zur Verfügung stellen soll. Land, Kommunen und Gebietskörperschaften müssten einen zusätzlichen Beitrag leisten, um die Ausbildungsnot zu lindern.

Quelle: Beamten-Magazin 8/2009





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