„Resultat kann sich sehen lassen“; Bund

„Resultat kann sich sehen lassen“

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) haben sich in der achten Verhandlungsrunde auf eine bessere Bezahlung und einen Gesundheitsschutztarifvertrag für die rund 220.000 Beschäftigten in den kommunalen Sozial- und Erziehungsdiensten geeinigt. „Der Einstieg in die Aufwertung der Sozial- und Erziehungsberufe ist gelungen“, betonte der ver.di-Vorsitzende Frank Bsirske. Wichtig sei, dass der betriebliche Gesundheitsschutz, dessen Regelungen weit über die gesetzlichen Vorschriften hinausgehen würden,
tarifvertraglich verankert worden sei. „Dafür haben die Beschäftigten wochenlang gekämpft und sie haben es geschafft, ihre Arbeitsbedingungen zu verbessern: durch die Einsetzung von betrieblichen Gesundheitskommissionen, Gesundheitszirkeln und Gefährdungsanalysen“, erklärte Bsirske. Gleichzeitig sind neue Regelungen zur Bezahlung vereinbart worden. Damit sei eine neue Entgelttabelle für die Beschäftigten des Sozial- und Erziehungsdienstes geschaffen worden, durch die sie besser gestellt würden. Eine neu eingestellte Erzieherin erhielt bislang 2.130 Euro brutto, jetzt bekomme sie 2.240 Euro, das heißt 110 Euro mehr. Nach vier Jahren erhalte sie anstelle von 2.240 Euro künftig 2.400 Euro. Eine Erzieherin mit 18 Jahren Berufserfahrung erhalte nun 2.864 Euro, das seien 390 Euro mehr als sie früher nach 20 Jahren erhalten habe. Ein Sozialarbeiter im Allgemeinen Sozialen Dienst habe bisher als Berufsanfänger 2.237 Euro verdient, künftig seien es 2.500 Euro. Als „ein Resultat, das sich sehen lassen kann“, hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) das Verhandlungsergebnis gewertet. „Unser Ziel, das sozialpädagogische Berufsfeld aufzuwerten, haben wir erreicht. Der Tarifvertrag Gesundheitsschutz wird zu deutlich besseren Arbeits- und Lernbedingungen insbesondere in den Kindertagesstätten führen“, sagte GEW-Verhandlungsführerin Ilse Schaad. Die Erklärungsfrist für Arbeitgeber und Gewerkschaften endet am 21. August. Die Zustimmung aller Seiten vorausgesetzt, tritt der Tarifvertrag zum 1. November in Kraft. Er hat eine Laufzeit von fünf Jahren.

Quelle: Beamten-Magazin 8/2009



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