Mehrarbeit erhöht Beschäftigungsumfang; Thüringen

Mehrarbeit erhöht Beschäftigungsumfang

Die GEW Thüringen hat vor dem Bundesarbeitsgericht Änderungen bei der Berechnung der Altersteilzeit von Tarifbeschäftigten und deren Vergütung erstritten. Das Gericht bestätigte die Auffassung der GEW-Landesrechtsstelle, dass planmäßige Mehrarbeit zu einem höheren Beschäftigungsumfang und somit zu
einer Erhöhung der bisherigen Wochenarbeitszeit führt. Eine Erhöhung des Teilzeitbeschäftigungsumfangs im Floating-Modell muss bei einem Wechsel in die Altersteilzeit als erhöhter Beschäftigungsumfang berücksichtigt werden. Somit ergeben sich auch Auswirkungen auf die Vergütung. Bislang legten Kultusministerium und Schulämter beim Wechsel in die Altersteilzeit nur den vereinbarten Floating-Beschäftigungsumfang als wöchentliche Arbeitszeit zugrunde. Im Floating-Modell wurden seit Mitte der 1990er Jahre Lehrer/innen mit gleitender Teilzeitangestellt, um auf schwankende Schülerzahlen reagieren zu können. Die Kläger können laut GEW auf eine Änderung ihrer Altersteilzeitverträge und eine nachträgliche Vergütung hoffen. Teilzeitbeschäftigte Angestellte, die Altersteilzeit vereinbaren wollen, haben Anspruch darauf, dass die Gerichtsentscheidung dabei umgesetzt wird (Az.: 9 AZR 145/08 und 9 AZR 149/ 08).

Quelle: Beamten-Magazin 6/2009



mehr zu: Themen und Inhalte
Startseite | Sitemap | Publikationen | Newsletter | Kontakt | Datenschutz | Impressum
www.beamten-informationen.de © 2019