In der Not auch Geburtshelfer; Arnd Sablowski; Porträt

In der Not auch Geburtshelfer

Im Porträt: Arnd Sablowski, Feuerwehrbeamter, freigestellter Personalrat

Wer bei der Berufsfeuerwehr Köln Dienst tut, muss physisch und psychisch – recht robust sein. Arnd Sablowski ist das … und noch dazu ein engagierter und leidenschaftlicher Kämpfer für die Interessen seiner Kolleginnen und Kollegen. Seit 12 Jahren ist er bei der Berufsfeuerwehr Köln, 1992 hat er bei der Feuerwehr Bergisch-Gladbach angefangen. Da hatte er bereits eine Ausbildung zum Chemiefacharbeiter bei der Bayer AG hinter sich, wo er gleich am ersten Tag seinen Ausbilder mit der Frage überraschte, wo er denn nun in die Gewerkschaft eintreten könne. Sein Engagement in der IG Chemie, Papier, Keramik setzte er später in der ÖTV und in ver.di fort. Vor fünf Jahren war sein unermüdlicher Einsatz von Erfolg gekrönt: Seitdem gibt es einen ver.di-Personalrat bei der Feuerwehr und seitdem ist Sablowski als freigestellter Personalrat rund um die Uhr für seine Kolleginnen und Kollegen erreichbar – auch nachts oder bei Großeinsätzen. Gespräche führen, mit dem Einsatzleiter sprechen, zuhören – das ist in solchen Situationen angesagt. „Die Stimmung einfangen“, nennt das Sablowski. Das gelingt dem 39-Jährigen, weil er die Aufgaben und Anforderungen bei der Feuerwehr ganz genau kennt. Ob technische Hilfeleistung bei Verkehrsunfällen, Überflutungen, Sturmschäden, Bergungsarbeiten wie beim Einsturz des Historischen Kölner Stadtarchivs oder der „klassischen“ Katze im Baum, ob Brandschutz oder Rettungsdienst, es gilt: „Jeder muss alles machen können“. 20 Einsätze fahren die Rettungswagen am Tag, dem Herzinfarktpatienten widerfährt ebenso professionelle Hilfe wie der Schwangeren, die es zur Geburt nicht mehr ins Krankenhaus schafft: „Das Wichtigste in solchen Fällen“, erzählt Arnd Sablowski, „ist eine selbstsichere Ausstrahlung, auch wenn der Adrenalinspiegel in die Höhe schnellt.“ Das hilft Patienten und gebärenden Frauen. Drei Mal schon konnte Sablowski vermelden: „Mutter und Kind sind gesund und wohlauf.“

Quelle: Beamten-Magazin 6/2009



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