Einheitlichkeit wiederherstellen; Gewerkschaft

Einheitlichkeit wiederherstellen

In den nächsten vier Jahren gehe es darum, die Tariffähigkeit der GEW zu stärken und den Generationen wechsel bei den ehrenamtlichen Aktiven einzuleiten, kündigte Ulrich Thöne zum Abschluss des 26. Gewerkschaftstages der GEW in Nürnberg an. Die GEW habe klare Positionen für die Tarifarbeit und gute Lösungen zur Weiterentwicklung des Bildungswesens und zur Durchsetzung der Arbeitsplatzinteressen der Beschäftigten, sagte der in seinem Amt bestätigte Vorsitzende der Bildungsgewerkschaft. Neben dem Antrag zur künftigen tarifpolitischen Ar beit der GEW unter dem Motto „Bildung ist MehrWert“ wurden weitere Anträge zur Tarif-, Beamten- und Sozialpolitik verabschiedet. So sollen Beschäftigte ab dem 55. Lebensjahr weiterhin Altersteilzeit beantragen können. Ab dem 60. Lebensjahr fordert die GEW einen Rechtsanspruch auf Altersteilzeit. Die derzeitigen Tarifrege lun gen sollen beibehalten und auf Beamtinnen und Beamte übertragen werden. Die GEW kämpfe weiter für eine diskriminierungsfreie Eingruppierung, unabhängig von Schulform und -stufe. Das Ziel sei gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit, vor allem in so genannten Frauenberufen wie im Grundschulbereich. Auch über Forderungen und Verfahrensgrundsätze künftiger Beamtenpolitik wurde beraten. Dabei drängt die GEW auf ein einheitliches Personalrecht mit dem Ziel, die Spaltung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst zu überwinden. Die Föderalismusreform habe die Bedingungen hierfür allerdings weiter erschwert. Es gehe darum, eine Auseinanderentwicklung des Beamtenrechts zu verhindern. Die Delegierten bestätigten nicht nur Ulrich Thöne als Vorsitzenden und gaben dem 57-Jährigen 78,6 Prozent der Stimmen, auch Ilse Schaad bleibt mit 86,3 Prozent weiterhin für die Angestellten- und Beamtenpolitik der GEW zuständig. Stellvertretende Vorsitzende ist Marianne Demmer.

Quelle: Beamten-Magazin 5/2009



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