Studienbetreuung via Internet; Dr. Gerhard Ströhlein; Porträt

Studienbetreuung via Internet

Im Porträt: Dr. Gerhard Ströhlein, Akademischer Oberrat

Die Amtsbezeichnung mag etwas angestaubt klingen, aus der wissenschaftlichen Lehre und dem Prüfungsalltag ist der so genannte akademische Mittelbau, zu dem auch die Akademischen Oberräte gehören, nicht wegzudenken. Das gilt auch für Dr. Gerhard Ströhlein, der am Institut für Psychologie der Fernuniversität Hagen mit jeweils einer halben Stelle zwei Lehrgebiete vertritt: die Methodenlehre und die Ökologische oder auch Umweltpsychologie. Methoden der Empirischen Sozialforschung und der Diagnostik müssen angehende Studierende der Psychologie beherrschen. Die Methodenlehre bereitet sie darauf vor, sich in künftigen Berufsfeldern selbst forschend zu betätigen. Bei der Ökologischen Psychologie geht es um die Beziehungen von Personen zu ihrer Umwelt. Ströhleins Arbeitsschwer punkte dort sind neue Wohnformen, Wohnungsanpassung und Wohnungswechsel im Alter. Aber auch Themen wie Klimaschutz und Energiesparen stehen auf der Agenda der Umweltpsychologie. Neben der Lehre, die weniger in Präsenzveranstaltungen als – Besonderheit einer Fernuniversität – vielmehr virtuell, also in Lernforen im Internet stattfindet, gehören Studienorganisation und Studierendenbetreuung zu den Aufgaben des Wissenschaftlers. „Das Wintersemester 2008/09 war ein ausgesprochen lehrintensives Semester“, erläutert der 61-Jährige. „Neben dem auslaufenden Magisterstudiengang sind die Studierenden im neuen Bachelor-Studiengang zu betreuen.“ 3.000 Studienanfänger/innen hatten zu Beginn des Semesters Kurse belegt. Jetzt stehen Prüfungen an. Rund 1.000 Klausuren müssen korrigiert und bewertet werden. Der starke Andrang auf das Psychologiestudium in Hagen lässt sich auch darauf zurückführen, dass es hieranders als an den Präsenzhochschulen – keinen Numerus clausus gibt. Nur etwa 10 bis 20 Prozent der Studienanfänger/innen beenden ihr Studium auch. „Häufig werden die Anforderungen unterschätzt“, bedauert Ströhlein, „ohne gute Mathekenntnisse kommt man in der Methodenlehre nicht weit. Die Statistik ist ein wichtiger Bestandteil der empirischen Forschungsmethoden.“

Quelle: Beamten-Magazin 4/2009



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