„Fehler dürfen nicht vorkommen“; Werner Grommisch; Porträt

„Fehler dürfen nicht vorkommen“

Im Porträt: Werner Grommisch, Technischer Beamter, freigestellter Personalrat

Die gewaltigen Veränderungen der elektronischen Erfassung, Kommunikation und Archivierung, die durch die moderne Informationstechnik möglich geworden sind, hat er nicht mehr im Detail mitbekommen, denn seit über zehn Jahren ist Werner Grommisch freigestellter Personal rat der Stadtverwaltung Essen. Vorher hat er lange Zeit als technischer Beamter im Katasteramt der Stadt gearbeitet und darauf geachtet, dass bei der Vermessung von Grundstücksgrenzen alles mit rechten Dingen zugeht. Werner Grommisch hat das Vermessungswesen von der Pike auf gelernt: Der Ausbildung zum Vermessungstechniker bei einem öffentlich bestellten Vermessungsingenieur folgte das Studium des Vermessungswesens an der FH Essen. 1984 tritt er als Inspektorenanwärter in den Dienst der Stadt Essen. 12 Monate später darf er sich städtischer Vermessungsoberinspektor z. A. nennen. Im Katasteramt stellt er die Unterlagen – die so genannten Fortführungsrisse – für Antragsteller und von ihnen beauftragte Vermessungsbüros zusammen. Investoren, Bauherren, Grundstückseigentümer oder die Vermessungsstellen an derer Behörden sind seine „Kunden“, die – etwa für geplante Bauprojekte – Grundstücke aufteilen, Grundstücksgrenzen bestimmen oder Neuvermessungen durchführen lassen wollen. In den Fortführungsrissen sind Grenzpunkte oder Gebäudeecken eingezeichnet und Messpunkte dokumentiert. Auch die Daten der Vermessungsbüros werden in den Urkunden verzeichnet und von Grommisch auf Plausibilität geprüft: „Abweichungen sind möglich, Fehler dürfen nicht vorkommen“, erläutert der 52-Jährige. Zu guter Letzt werden die Daten ins Kataster übernommen und archiviert. Heute ist Werner Grommisch einer von elf freigestellten Personalräten und vertritt mit seinen Kolleginnen und Kollegen die Interessen von rund 9.000 Beschäftigten. „Manch mal müssen wir die Beteiligung des Personalrats regelrecht einfordern“, schildert der ver.dianer die Widerstände, die überwunden werden müssen. „Aber es gibt zum Glück auch Dienstherren, für die die Einbeziehung des Personalrats eine Selbstverständlichkeit ist.“

Quelle: Beamten-Magazin 3/2009



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