Im Einklang mit der Natur; Volker Diefenbach; Revierförser; Porträt

Im Einklang mit der Natur

Im Porträt: Volker Diefenbach, Revierförster

Volker Diefenbach hat einen Beruf, der jeden Büromenschen mit Hang zur Natur vor Neid erblassen lassen würde. Und er hat seinen Traumberuf. Mit zehn Jahren hat der heute 42-Jährige seine Berufswahl getroffen. Volker Diefenbach ist Revierförster beim Landesbetrieb Hessen-Forst. Beim Forstamt Bad Schwalbach leitet er eine Revierförsterei mit einer Fläche von 2.000 Hektar – das entspricht etwa 3.000 Fußballfeldern. Sein Forsthaus steht da, wo das Dorf endet und der Wald beginnt. Der Wald ist sein Arbeitsplatz, sein Revier und seine Leidenschaft. Seine Aufgabenbereiche sind dreigeteilt: Neben der hoheitlichen Tätigkeit – der Aufsicht und Kontrolle etwa über die Jagd – sind es vor allem der Wirtschaftsbetrieb Staatswald und die Dienstleistung für die kommunalen und privaten Wälder, die seine Zeit in Anspruch nehmen. Beide Aufgaben sind fast nicht voneinander zu trennen. Für beide gilt: Die Waldbestände müssen gestaltet werden. „Wir tun das im Einklang mit dem Kreislauf der Natur“, erläutert der Forstwirt. Um auf das Aufforsten weitgehend verzichten zu können, werden die Bäume für den Holzeinschlag so ausgezeichnet, das lichte Stellen geschaffen werden, an denen die herabfallenden Samen der Bäume keimen und zu neuen Bäumen heranwachsen können. Diefenbach ist verantwortlich für die gesamte Arbeitsorganisation in seinem Revier, für den Einsatz der Waldarbeiter und der Maschinen. Er betreibt Landschaftspflege und Naturschutz, organisiert den Jagdbetrieb und hat ein Auge darauf, dass auch die Erholungssuchenden nicht zu kurz kommen. Aber der Landesbetrieb Hessen-Forst ist nicht nur dem Gemeinwohl verpflichtet, sondern arbeitet auch erwerbswirtschaftlich. Das heißt, das geerntete Holz muss auch vermarktet und verkauft werden. Zu den Hauptkunden zählen Säge-, Spanplatten- und Zellstoffwerke. Aber auch 150 Privatleute kaufen das Holz aus Diefenbachs Revier für ihre Zentralheizungen. „Ein Viertel des Holzeinschlags wird inzwischen als Brennholz verkauft – eine echte Alter native zu herkömmlichen Heizsystemen“, betont Diefenbach.

Quelle: Beamten-Magazin 02/2009



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