Gesund ins Alter; Bund

Gesund ins Alter

Arbeitsbedingungen alters- und alternsgerecht zu gestalten, ist kein Ding der Unmöglichkeit. Das konnte Hartmut Klein-Schneider von der Hans-Böckler-Stiftung im Workshop „Alterns- und altersgerechte Beschäftigungsbedingungen von Beamtinnen und Beamten“ deutlich machen. Der Einladung des DGB zum Workshop waren Interessierte aus allen Mitgliedsgewerkschaften des öffentlichen Dienstes gefolgt. Im Anschluss an die Analyse der Altersstrukturentwicklung in Deutschland und im öffentlichen Dienst erläuterte Klein-Schneider Ansatzpunkte für die gesundheitsbewusste Gestaltung von Arbeitsbedingungen. Anhand von Beispielen aus der Praxis in Unternehmen und Betrieben veranschaulichte er das Gestaltungspotential, stellte aber gleichzeitig fest, das viele Chancen ungenutzt blieben: Entweder seien sich die Verantwortlichen des Ausmaßes künftiger Probleme noch nicht bewusst oder es fehle schlicht an Gestaltungswillen. In drei Arbeitsgruppen wurden die Themen Arbeitszeit, berufliche Entwicklung und Arbeitsbedingungen diskutiert und nach Lösungsansätzen gesucht. Ein zentrales Ergebnis des Austauschs war: Beispiele aus der Wirtschaft können nicht ohne weiteres auf den öffentlichen Dienst und insbesondere auf Beamtinnen und Beamte übertragen werden. Die Bindungen an Haushaltsrecht und Haushaltspläne schaffen gänzlich andere Voraussetzungen für die Organisations- und Personalentwicklung. Mit Blick auf die Rente mit 67 und die Übertragung auf die Beamtenversorgung sehen die Gewerkschaften weiterhin Handlungsbedarf. Der DGB wird einen Anforderungskatalog erarbeiten und den bereits begonnenen Dialog mit dem Bundesinnenministerium fortsetzen.

Quelle: Beamten-Magazin 02/2009



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