TRANSNET stellt die Weichen; Gewerkschaft

TRANSNET stellt die Weichen

Mit einem Appell zur Geschlossenheit beendete der neue TRANSNET-Vorsitzende Alexander Kirchner den 18. Gewerkschaftstag seiner Organisation. „Die TRANSNET hat wieder zu sich selbst gefunden“, sagte er. Die Delegierten verabschiedeten fast 500 Anträge, darunter auch Leitanträge zum Ausbau der Mitbestimmung und zur Abschaffung der Rente mit 67 (siehe dazu auch S. 16). Für die künftige Arbeit der TRANSNET nannte Kirchner drei zentrale Positionen:

  • Der Wettbewerb in der Verkehrsbranche dürfe nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden.
  • Für eine nachhaltige ökologische Verkehrswende müssten milliardenschwere Investitionen in das System Schiene fließen.
  • Der integrierte Konzern sei weiterhin wichtig – nicht als Selbstzweck, sondern weil an ihm soziale Bedingungen und langjährige erworbene Ansprüche hingen. In einem Initiativantrag sprachen sich die Delegierten des Gewerkschaftstages in Berlin gegen voreilige Privatisierungsschritte der Deutschen Bahn AG aus. Die Gewerkschaft fordert den Eigentümer auf, die zukünftige Rolle der Bahn im Markt zu klären und „vor jeglicher Entscheidung ein politisches Gesamtkonzept vorzulegen“. Kirchner bekräftigte die Forderung nach einer 10-prozentigen Einkommensverbesserung in der anstehenden Tarifrunde bei der Deutschen Bahn. Er verwies auf jüngst veröffentlichte Zahlen der DB, nach denen der Konzern prächtig dastehe. „Unsere Aufgabe ist es, Arbeitsplätze zu sichern und die Bezahlung vernünftig zu gestalten“, bekräftigte der TRANSNET-Chef. Neben der Wahl von Alexander Kirchner zum neuen Vorsitzenden bestimmten die Delegierten Regina Rusch-Ziemba und Wolfgang Zell zu Stellvertretern.Weitere Mitglieder des fünfköpfigen Geschäftsführenden Vorstands wurden Martin Burkert, der künftig für die Beamtenpolitik zuständig sein wird, und Reiner Bieck.

Quelle: Beamten-Magazin 12/2008

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