Im Dienst für die innere Sicherheit; Justizvollzugsbeamter Peter Estrich; Porträt

Im Dienst für die innere Sicherheit

Im Porträt: Peter Estrich, Justizvollzugsbeamter

Es klingt überzeugend, was Peter Estrich über den Strafvollzug in der Justizvollzugsanstalt Euskirchen berichtet: Rund 450 Männer „sitzen" hier ihre Strafe ab, die von Kurzstrafen bis zu lebenslanger Haft reichen kann. Dabei wird auf Sicherheitsmaßnahmen weitestgehend verzichtet; über die Hälfte der Gefangenen geht außerhalb der Anstalt einem freien Beschäftigungsverhältnis nach. Das ist nicht nur eine kostensparende Vollzugsform, weil die Insassen je nach Einkommen und anderen Verpflichtungen einen Haftkostenanteil tragen, sondern auch eine hoch effektive Form der Resozialisierung, ist Peter Estrich überzeugt. Er ist seit 1994 Beamter im allgemeinen Vollzugsdienst, zunächst in der JVA Köln, seit 1997 in der JVA Euskirchen und nach den Personalratswahlen im Juni 2008 derzeit freigestellter Personalrat. Die Justizvollzugsanstalt hat keine Außensicherung, auf Gitter vor den Fenstern wurde verzichtet. Aber abgesehen von diesen offen zutage tretenden „Abweichungen" vom „normalen" Gefängnisalltag ist es das hohe Maß an Sozialkompetenz und die hohe Präsenz der Beschäftigten, die das Konzept der JVA Euskirchen auszeichnen. Die Beamtinnen und Beamten im mittleren und allgemeinen Vollzugsdienst haben immer ein offenes Ohr für die vielfältigen Anliegen und Probleme der Gefangenen. Als Ansprechpartner/innen für alle Angelegenheiten und durch zahlreiche sozialtherapeutische Angebote garantieren sie ein Höchstmaß an Behandlung und Betreuung. „Ein gewisser Enthusiasmus und die Bereitschaft, sich für Menschen in besonders schwierigen Situationen zu interessieren und nicht nur für ,Fälle' müssen die Beschäftigten schon mitbringen", erläutert Estrich – und der Erfolg scheint ihm Recht zu geben. Nur selten werden die Regelungen des offenen Strafvollzugs in Euskirchen missbraucht. Um die Bedenken und Ängste der Bevölkerung im Umkreis der JVA abzubauen, kooperieren die Beschäftigten u. a. mit den Trägern der freien Wohlfahrtspflege, mit Vereinen und Behörden. Die JVA wirbt um gegenseitiges Verständnis: „Wir leisten hier professionelle und kompetente Arbeit – auch im Dienst für die innere Sicherheit", unterstreicht Estrich die Tragweite seiner Tätigkeit.

Quelle: Beamten-Magazin 11/2008

Es klingt überzeugend, was Peter Estrich über den Strafvollzug in der Justizvollzugsanstalt Euskirchen berichtet: Rund 450 Männer „sitzen" hier ihre Strafe ab, die von Kurzstrafen bis zu lebenslanger Haft reichen kann. Dabei wird auf Sicherheitsmaßnahmen weitestgehend verzichtet; über die Hälfte der Gefangenen geht außerhalb der Anstalt einem freien Beschäftigungsverhältnis nach. Das ist nicht nur eine kostensparende Vollzugsform, weil die Insassen je nach Einkommen und anderen Verpflichtungen einen Haftkostenanteil tragen, sondern auch eine hoch effektive Form der Resozialisierung, ist Peter Estrich überzeugt. Er ist seit 1994 Beamter im allgemeinen Vollzugsdienst, zunächst in der JVA Köln, seit 1997 in der JVA Euskirchen und nach den Personalratswahlen im Juni 2008 derzeit freigestellter Personalrat. Die Justizvollzugsanstalt hat keine Außensicherung, auf Gitter vor den Fenstern wurde verzichtet. Aber abgesehen von diesen offen zutage tretenden „Abweichungen" vom „normalen" Gefängnisalltag ist es das hohe Maß an Sozialkompetenz und die hohe Präsenz der Beschäftigten, die das Konzept der JVA Euskirchen auszeichnen. Die Beamtinnen und Beamten im mittleren und allgemeinen Vollzugsdienst haben immer ein offenes Ohr für die vielfältigen Anliegen und Probleme der Gefangenen. Als Ansprechpartner/innen für alle Angelegenheiten und durch zahlreiche sozialtherapeutische Angebote garantieren sie ein Höchstmaß an Behandlung und Betreuung. „Ein gewisser Enthusiasmus und die Bereitschaft, sich für Menschen in besonders schwierigen Situationen zu interessieren und nicht nur für ,Fälle' müssen die Beschäftigten schon mitbringen", erläutert Estrich – und der Erfolg scheint ihm Recht zu geben. Nur selten werden die Regelungen des offenen Strafvollzugs in Euskirchen missbraucht. Um die Bedenken und Ängste der Bevölkerung im Umkreis der JVA abzubauen, kooperieren die Beschäftigten u. a. mit den Trägern der freien Wohlfahrtspflege, mit Vereinen und Behörden. Die JVA wirbt um gegenseitiges Verständnis: „Wir leisten hier professionelle und kompetente Arbeit – auch im Dienst für die innere Sicherheit", unterstreicht Estrich die Tragweite seiner Tätigkeit.

Quelle: Beamten-Magazin 11/2008

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