Kein Angebot für Teilzeit-Lehrer; Thüringen

Kein Angebot für Teilzeit-Lehrer

Die Verhandlungen über eine Angleichung der Arbeitsverhältnisse angestellter und verbeamteter Teilzeit-Lehrkräfte in Thüringen sind bisher ohne Ergebnis geblieben. „Das Kultusministerium versteckt sich hinter Bedarfszahlen und zögert die Verhandlungen damit weiter hinaus“, kritisiert der GEW-Vorsitzende Jürgen Röhreich. Drei Monate nach Verhandlungsbeginn habe das Ministerium nun für November ein Angebot angekündigt, das jedoch erst ab 1. August 2009 gelten soll. Die Angestellten in Teilzeit, „Floater“ genannt, wollen das gleiche Recht wie ihre verbeamteten Kolleginnen und Kollegen, rund 1.000 demonstrierten dafür am 16. September vor der Staatskanzlei in Erfurt. Die teilzeitbeschäftigten Beamtinnen und Beamten erreichten Anfang des Jahres, dass sie ihre Arbeitszeit bis auf 100 Prozent ausdehnen können. „Mit dem Urteil zur Teilzeitverbeamtung ist dem Floating-Modell die Existenzgrundlage entzogen worden“, sagt Röhreich. „Die angestellten Lehrkräfte in Teilzeit sind dem Freistaat zwölf Jahre entgegengekommen, haben ihm viel Ärger und Geld gespart und Neueinstellungen überhaupt erst ermöglicht“, betont Röhreich. Das Floating-Modell wurde Mitte der 1990er Jahre eingeführt, um durch gleitende Teilzeit auf die schwankenden Schülerzahlen zu reagieren und Entlassungen zu vermeiden.

Quelle: Beamten-Magazin 10/2008

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