Mehr IT, weniger Bürokratie; Gewerkschaften

Mehr IT, weniger Bürokratie

Sechs Fachforen bietet das „Schöneberger Forum“ am 11. und 12. November in Berlin. Mit den Foren V und VI werden die letzten beiden Foren vorgestellt. Eine funktionsfähige öffentliche Verwaltung wäre heute undenkbar ohne interaktive, netzwerkgestützte Datenverarbeitungssysteme. Viele Kommunen bieten inzwischen einen Großteil ihres Bürgerservice über das Internet an. Künftig sollen Bürgerinnen und Bürger unter der bundeseinheitlichen Behördenrufnummer 115 unabhängig von der betroffenen Verwaltungsebene Dienstleistungen in Anspruch nehmen können. Das Bild vom Beamten in Ärmelschonern ist überholt. Aber welches Bild tritt an dessen Stelle? Welche Auswirkungen hat die veränderte öffentliche Arbeitswelt auf die Arbeitsabläufe der Beschäftigten und auf Entscheidungsstrukturen? Diese Fragen stehen in Forum V „Laptop statt Ärmelschoner. Beamte im digitalen Zeitalter“ zur Diskussion. Klagen über bürokratische Hemmnisse gehören seit Jahren zum guten Ton. In kaum einem Leitartikel fehlen Forderungen nach „nachhaltigem“, „umfassendem“ oder „radikalem“ Bürokratieabbau. Die positiven Seiten der Bürokratie – Gleichbehandlung, Verlässlichkeit, Gewissenhaftigkeit, Gründlichkeit oder Schutz vor Willkür – scheinen an Wertschätzung verloren zu haben. Ein Merkmal der aktuellen Bürokratiedebatte ist, dass ganz unterschiedliche Phänomene und Probleme als bürokratisch wahrgenommen werden. Dementsprechend vielfältig sind die Vorschläge zum Bürokratieabbau. Worauf sie abzielen und wie sie wirken, bleibt häufig unklar. In Forum VI „Bürokratieabbau – ein Begriff macht Karriere“ sollen die Dimensionen der Bürokratiekritik analysiert, Ziele hinterfragt und mögliche Auswirkungen diskutiert werden.

Weitere Information:

Anmeldungen zum Schöneberger Forum unter www.schoeneberger-forum.de

Quelle: Beamten-Magazin 10/2008


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