Egbert Biermann; Bereichsleiter Öffentlicher Dienst und Beamte beim DGB Bundesverband; Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
zum 14. Mal hat die Landesregierung von Rheinland-Pfalz Daten und Fakten zur Beamtenversorgung zusammengestellt. Der Bericht ermöglicht es, sachlich über die Altersversorgung der Beamtinnen und Beamten zu diskutieren. Doch nicht nur was das betrifft, ist Rheinland-Pfalz vorbildlich. Statt über die Kosten zu lamentieren, hat das Land schon früh begonnen, Vorsorge zu treffen. Mit einem beispielhaften Finanzierungsfonds hat es einen Weg aufgezeigt, die Kosten transparenter zu machen und Vorsorge für die Zeiten zu treffen, in denen die hohen Einstellungsjahrgänge in den Ruhestand kommen. Die Krise an den Finanzmärkten zeigt: Die Kapitaldeckung ist – anders als viele dachten – kein Königsweg. Dennoch ist es richtig, die Umlagefinanzierung der Beamtenversorgung aus Steuermitteln um eine Kapitaldeckung zu ergänzen und schon während der aktiven Dienstzeit der Beamtinnen und Beamten die Kosten versicherungsmathematisch berechnet offenzulegen. Gleichwohl: Der 14. Versorgungsbericht lässt viele Fragen offen: Warum ist die Dienstunfähigkeit zwischen Beschäftigten- und Laufbahngruppen unterschiedlich hoch? Wie wirkt sich die Altersteilzeit auf den Ruhestandseintritt aus? Was folgt aus dem sehr niedrigen durchschnittlichen Versorgungssatz der Beamtinnen? – Fragen, die auch für die gewerkschaftliche Beamtenarbeit von zentraler Bedeutung sind. Sie müssen sowohl im Bund als auch in allen Ländern – und eben nicht nur in Rheinland-Pfalz – auf den Tisch des Hauses.

Egbert Biermann
Bereichsleiter Öffentlicher Dienst und Beamte
beim DGB Bundesvorstand

Quelle: Beamten-Magazin 10/2008

Egbert Biermann
Bereichsleiter Öffentlicher Dienst und Beamte
beim DGB Bundesvorstand

Quelle: Beamten-Magazin 10/2008

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