In kleinen Schritten zur Leistungsbezahlung; Rheinland-Pfalz

In kleinen Schritten zur Leistungsbezahlung

Eine erste Bilanz zur Umsetzung der leistungsorientierten Vergütung im öffentlichen Dienst spricht für nüchterne Erwartungen. Der Weg von der meist beachteten Neuerung der Tarifreform vor eineinhalb Jahren zum Arbeitsalltag ist mühsam. Die Fachtagung von ver.di Rheinland-Pfalz zum Thema Leistungsentlohnung ergab aber auch, dass kleine Schritte das Mittel zum Erfolg sein können. Die Hauptreferentin Dr. Karin Tondorf warb dafür, das Prozesshafte als grundlegendes Arbeitsprinzip anzuwenden. Verhandlungen über die notwendigen Dienstvereinbarungen seien immer dann Erfolg versprechend, wenn die Anforderungen nicht zu hoch geschraubt würden, erklärte die Wissenschaftlerin vor rund 60 Gleichstellungsbeauftragten, Personalverantwortlichen und Personalräten. Sie riet dazu, nicht den „großen Wurf“ als Anspruch zu formulieren, sondern kleine Schritte zu wagen. „Kleine Brötchen statt Hochzeitstorten.“ Wichtig sei, dass keine Patentlösungen von außen aufgepfropft würden. Nur wenn die konkreten betrieblichen Gegebenheiten beachtet und die Betroffenen individuell einbezogen würden, entstünden alltagstaugliche Regelungen. Weil Arbeitgeber zuerst nach Spareffekten suchten, stoße die Leistungsbezahlung bei vielen Beschäftigten auf Ablehnung.

Quelle: Beamten-Magazin 09/2008

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