Gleichstellung nach Bremer Vorbild; Hamburg

Gleichstellung nach Bremer Vorbild

Am Beispiel Bremens möchte ver.di das Thema Frauenförderung in Hamburg forcieren. Das ver.di-Frauennetzwerk diskutierte die Frage, inwieweit Aufgaben und Struktur der Bremer Gleichstellungsstelle ein Vorbild sein könnten. Die Stelle genieße bundesweit einen sehr guten Ruf, sagte ver.di-Fachbereichsleiterin Gerlinde Frieß. Anlass für die Initiative gibt die Kritik an der Frauenpolitik der schwarzgrünen Regierung in Hamburg. „Wir sind entsetzt, dass die neue Koalition das Thema Frauen so wenig berücksichtigt“, erklärte Frieß. In Hamburg wurde 2003 das Senatsamt für Gleichstellung aufgelöst, Frauen- und Gleichstellungspolitik waren fortan in der Sozialbehörde und im Personalamt angesiedelt. Nun soll der Bereich in eine neue zur Justizbehörde gehörende Arbeitsstelle überführt werden, die allgemein für Antidiskriminierung zuständig sein soll. Frauenbelange und Gleichstellungspolitik würden dort keine herausragende Rolle mehr spielen, befürchtet Brigitte Melinkat. Die stellvertretende Bremer Frauenbeauftragte stellte den ver.di-Frauen die Arbeit der Gleichstellungsstelle vor. Die Landesbehörde schlägt Maßnahmen zur Frauenförderung vor, kontrolliert Gesetzesvorlagen und ist Beschwerdestelle.

Quelle: Beamten-Magazin 09/2008

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