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Versorgungsausgleich wird vereinfacht

Die Bundesregierung will den Versorgungsausgleich bei Scheidungen neu – und vor allem unkomplizierter – regeln. Alle während der Ehe erworbenen Ansprüche aus der Altersversorgung – sei es aus der Rentenversicherung, der Beamtenversorgung, der Betriebsrente oder aus Zusatzversorgungen – sollen jeweils zur Hälfte unter den Partnern aufgeteilt werden. Nach derzeitigem Recht werden die Ansprüche mathematisch errechnet und die teils unterschiedlichen Anwartschaften – z. B. die eines Beamten und seiner angestellten Frau – verrechnet. Der Wert-Unterschied muss ausgeglichen werden. Dieses Prinzip wird durch den Gesetzentwurf wesentlich vereinfacht. Zwar werden bislang bei einer Scheidung die Anrechte der gesetzlichen Rentenversicherung geteilt, Ansprüche auf Zusatzrenten können aber erst bei Renteneintritt geltend gemacht werden. Künftig soll gelten: Wurden während der Ehe Ansprüche aus einer Pension erworben, bekommt der Partner die Hälfte davon.
Wird die Pension erhöht oder reduziert, gilt Gleiches auch für das Vorsorgekonto des Partners – und zwar ebenfalls mit sofortiger Wirkung. Wenn sich Bundesrat und Bundestag mit dem Gesetzentwurf befasst haben, könnte die Reform Mitte nächsten Jahres in Kraft treten.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 06/2008

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