Bundespolizei neu organisiert; Bund

Bundespolizei neu organisiert

Das Gesetz zur Neuorganisation der Bundespolizei ist am 1. März 2008 in Kraft getreten. Kernstück der Bundespolizei ist das neue Bundespolizeipräsidium in Potsdam, das als Oberbehörde für die Dienst- und Fachaufsicht sowie die polizeilich-strategische Steuerung der Bundespolizei zuständig ist. Dem neuen Präsidium sind neun regionale Bundespolizeidirektionen (bisher 19 Bundespolizeiämter) in Bad Bramstedt, Hannover, Sankt Augustin, Koblenz, Stuttgart, München, Pirna, Berlin und Frankfurt/Main (Flughafen) nachgeordnet. 77 (bisher 128) Bundespolizeiinspektionen leisten die operative Polizeiarbeit. Eine eigene Direktion in Fuldatal steuert die Aufgaben der Bereitschaftspolizei. Deren Abteilungen sitzen in Bayreuth, Deggendorf, Blumberg, Hünfeld, Uelzen, Duderstadt, Sankt Augustin, Bad Bergzabern, Bad Düben und Ratzeburg. Die Aus- und Fortbildung wird von der Bundespolizeiakademie in Lübeck aus koordiniert und auf fünf Aus- und Fortbildungszentren verteilt. Von der Neuorganisation verspricht sich das Bundesinnenministerium vereinfachte Arbeits- und Entscheidungsprozesse und straffere Strukturen. Die operative Basis soll um rund 1.000 Polizeivollzugskräfte verstärkt werden.

Zur personalwirtschaftlichen Umsetzung der nächsten Schritte zur Neuorganisation der Bundespolizei erklärte Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble: „Wir werden zügig, aber mit Augenmaß die notwendige Umsetzung vorantreiben und dies, darauf lege ich ganz besonderen Wert, in enger Abstimmung mit den Personalvertretungen. Alle notwendigen personalwirtschaftlichen Entscheidungen werden so sozialverträglich wie möglich auf der Grundlage einer Dienstvereinbarung getroffen."

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 04/2008

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