Personalstruktur; Kürzung beim Personal wäre kontraproduktiv; Schleswig-Holstein

Kürzung beim Personal wäre kontraproduktiv

Der schleswig-holsteinische Innenminister Ralf Stegner (SPD) hat in der Debatte zu einer Großen Anfrage der FDP Fraktion zur Entwicklung der Alters- und Personalstruktur der Landespolizei im Landtag für eine „Kontinuität in der Finanzierung des Polizeihaushalts" geworben. Einen Fachkräftemangel wie z. B. in der IT-Branche könne sich die Landespolizei nicht leisten. Auch eine ausgewogene Altersstruktur habe besondere Bedeutung für die Einsatzfähigkeit. Für unmittelbar notwendige Sofortmaßnahmen gebe es zwar derzeit noch keine Hinweise, aber die „wesentlichen strategischen Grundausrichtungen" der Personalersatzgewinnung müssten nicht nur mindestens beibehalten, sondern den „absehbaren Veränderungen zielgerichtet angepasst und fortentwickelt" werden. Aus den Altersstrukturdaten ergebe sich eine drastische Erhöhung der notwendigen und einzustellenden Nachwuchskontingente. In den letzten 25 Jahren habe sich der Planstellenbestand im Polizeivollzugsdienst u.a. durch Umwandlung von Stellen in den Tarifbereich um 246 Planstellen verringert. Stegners Fazit lautete deshalb: Festhalten an der derzeitigen jährlichen Einstellungspraxis, wenngleich eine antizyklische Einstellungspraxis „über Soll" notwendig und wünschenswert wäre. Kürzungen beim Personal der Polizei jedenfalls wären kontraproduktiv und nicht nachhaltig.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 01/2008

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