Tarifverhandlungen; "Jetzt sind wir dran!"; Gewerkschaften

"Jetzt sind wir dran!"

Nach der ersten Verhandlungsrunde am 10. und 11. Januar liegen die Positionen der Tarifvertragsparteien im öffentlichen Dienst immer noch weit auseinander. ver.di, GdP und GEW und beamtenbund und tarifunion fordern acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat für die rund 1,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Bund und Kommunen. Bundesinnenminister Schäuble (CDU) bezeichnete die Forderung als nicht verhandlungsfähig. Ein Tarifabschluss müsse „die haushaltspolitischen Möglichkeiten" beachten und dürfe das Konsolidierungsziel nicht gefährden. Münchens Personaldezernent Thomas Böhle, der für die Kommunen die Verhandlungen führt, machte deutlich, dass die Kommunen „auf Arbeitszeitverlängerung und den Ausbau der leistungsbezogenen Bezahlung" bestünden. ver.di-Chef und Verhandlungsführer Frank Bsirske bekräftigte den Wunsch der Beschäftigten nach einem spürbaren und nachhaltigen Anstieg der Einkommen mit einer deutlichen sozialen Komponente für die unteren Einkommensgruppen. Höhere Einkommen dürften nicht kompensiert werden mit längerer Arbeitszeit und Leistungsentgelten für Wenige. ver.di  und dbb beamtenbund und tarifunion sind erstmals gemeinsam in die Tarifverhandlungen gegangen. Der DGB unterstützt die Tarifforderung und verlangt für die Bundesbeamtinnen und -beamten ebenfalls acht Prozent mehr Besoldung. Das Ergebnis des öffentlichen Dienstes müsse nach der Tarifrunde zügig und ohne Abstriche auf die Besoldung übertragen werden, sagte die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 01/2008

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