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Elke Gabriel, Grundschullehrerin: Endlich Zeit für andere Dinge

Es ist nicht so, dass sie ausgepowert, ausgelaugt wäre nach 15 Jahren Schuldienst – ganz im Gegenteil: Elke Gabriel will sich jetzt, mit 44, neuen und spannenden Aufgaben zuwenden. Sie nutzt ihre Auszeit ganz bewusst zur Neuorientierung und „um Zeit für tausend andere Dinge zu haben.“

Ein Jahr am Stück frei und für sich zu haben, ohne den Schulalltag in der Grundschule in Schöneberg – das wollte sie schon immer gerne einmal genießen. Seit sie vor fünf Jahren an diesen sozialen Brennpunkt wechselte, um Deutsch, Naturwissenschaften, Kunst, Geschichte und Erdkunde zu unterrichten, wurde dieser Plan immer konkreter.

Mit der Sabbatical-Regelung ließ er sich schließlich realisieren. Elke Gabriel entschied sich für die 2/3-Regelung: zwei Jahre in Vollzeit die „Freizeit“ vorarbeiten, danach mit einem 2/3-Gehalt pausieren. Und sich beispielsweise auf das konzentrieren, was sie spätestens im kommenden Jahr fordern wird: Schon jetzt stellvertretende Frauenvertreterin für pädagogische Kräfte, soll Elke Gabriel die amtierende Frauenvertreterin in Tempelhof-Schöneberg ablösen. Ihre Zusatzausbildung in Transaktionsanalyse dürfte ihr dann zugute kommen. Sicher über Kommunikationstechniken zu verfügen, kann nützlich sein, um als dann freigestellte Frauenvertreterin im Sinne von rund 3.000 Beschäftigten z. B. individuell in Konfliktsituationen zu beraten oder Frauen zu motivieren, sich auf Leitungsstellen zu bewerben. Einer ihrer Schwerpunkte in diesem Wahlamt wird die Gesundheitsprävention sein, die laut Gabriel an den Schulen sträflich vernachlässigt wird.

Quelle: Beamten-Magazin, Ausgabe 09/2007

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